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Die Wiederveröffentlichungen alter Alben von Pink Floyd auf Vinyl werden abgeschlossen: Nachdem bereits Klassiker wie "The Dark Side Of The Moon" und "Wish You Were Here" erschienen sind und zuletzt im November 2016 "Animals" folgte, gibt es nun mit "The Final Cut" und "A Momentary Lapse Of Reason" die zwei letzten Wiederauflagen. Beide Alben waren für über zwei Dekaden nicht als Vinyl-Alben erhältlich und wurden nun wie schon die anderen Scheiben von den Original-Mastertapes remastert und kommen auf schwerem 180g-Vinyl daher.

  

Das 1983 veröffentlichte "The Final Cut" sollte die letzte Scheibe von Pink Floyd mit Roger Waters werden. Letztendlich war es ein Album, welches von Waters dominiert wurde - und auf dem David Gilmour und Nick Mason kaum eine Rolle spielten. Während Gilmour zumindest stellenweise noch seine Gitarrenklasse beweisen konnte, war Mason zu diesem Zeitpunkt gar nicht mehr beteiligt - der Erfolg des grandiosen Vorgängers "The Wall" hatte die Band gespalten, die Ideen über die musikalische Zukunft Pink Floyds waren nicht mehr zu vereinen. In der Zeit des Falkland-Krieges schaffte Waters somit ein Anti-Kriegs-Werk um gefallene Soldaten, Verlust geliebter Menschen und politischen Verrat, welches sich durchaus gut anhören ließ. Nicht umsonst heißt es auf der Cover-Rückseite: "A Requiem for the post war dream by Roger Waters. Performed by Pink Floyd." Fernab von Mainstream vertonte Waters hier seine Ode an den Frieden und seinen Frust über die damalige Realität, in sehr interessanten, spannenden, oft ruhigeren Kompositionen, auf die man sich als Hörer dann aber auch einlassen musste, um sich in sie zu verlieben - was durchaus klappen konnte. Hits waren hier nicht geplant, und so gab es auch keine - lediglich "Not Now John" platzierte sich noch irgendwo in den britischen Charts, während das Album als solches schon weltweit vordere Ränge erreichte, in UK oder Deutschland beispielsweise Platz 1. Die aktuelle Veröffentlichung enthält übrigens auch das im Original fehlende "When The Tigers Broke Free" aus der Film-Version von "The Wall".



  

"A Momentary Lapse Of Reason" war als 13. Pink Floyd-Studioalbum 1987 schon etwas Besonderes. David Gilmour und Nick Mason hatten den Prozess gegen Roger Waters gewonnen und durften also auch ohne ihn unter dem Namen Pink Floyd weiter musizieren. Die meisten Kompositionen des Albums stammten von David Gilmour, der hier immensen Einfluss auf den Sound hatte, auch weil die Beteiligung von Nick Mason am Album erneut sehr limitiert war. Wohl auch, um sich von Waters abzugrenzen, stellte die Scheibe einen stilistischen Wechsel dar und war weit massenkompatibler als die oft düsteren Ausschweifungen des Ex-Mitglieds. Die Band schaffte es, zum einen strukturell eher back to the roots zu gehen, zum anderen modern zu klingen und Elemente wie Drum-Computer und Samples mit einfließen zu lassen. Mit Stücken wie dem eingängigen "Learning To Fly", dem ruhigen "On The Turning Away", dem düsteren "Yet Another Movie" oder dem atmosphärischen "Sorrow" zum Abschluss war der Stilwandel bestens gelungen. Das Album erregte übrigens auch durch sein Cover Aufsehen, und auch hier ging es zurück, zum 2013 verstorbenen Grafik-Künstler Storm Thorgerson, der schon das legendäre Cover zu "The Dark Side Of The Moon" designt hatte.

Mehr Informationen zu Pink Floyd gibt es auf www.pinkfloyd.com.

(Tobi)