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Die Wiederveröffentlichungen alter Studio-Alben von Pink Floyd auf Vinyl wurden dieses Jahr bereits abgeschlossen. Nachdem bereits Klassiker wie "The Dark Side Of The Moon" und "Wish You Were Here" erschienen waren und im November 2016 "Animals" folgte, wurden zuletzt "The Final Cut" und "A Momentary Lapse Of Reason" neu aufgelegt. Nun erscheinen für Freunde der Langspielplatte zwei weitere Alben, die für über zwei Dekaden nicht als Vinyl-Alben erhältlich waren. Die Song-Sammlung "A Collection Of Great Dance Songs" und das Live-Album "Delicate Sound Of Thunder" wurden wie schon die anderen Scheiben von den analogen Original-Mastertapes remastert und kommen auf schwerem 180g-Vinyl daher.

  

Die Songs für das Live-Album "Delicate Sound Of Thunder" wurden im August 1988 an fünf Abenden im Nassau Coliseum, Long Island, New York, mitgeschnitten. Die dem Namen entsprechend tatsächlich delikate Scheibe erlangte nicht nur dadurch Berühmtheit, dass sie als erstes Rock-Album im All gespielt wurde, nachdem ein russischer Kosmonaut sie 1988 als Cassette mit auf die Sojus TM-7 Mission zur Raumstation Mir nahm.

Die erneut mit einem Cover-Artwork von Storm Thorgerson versehene Liveaufnahme der Tour zum Album "A Momentary Lapse Of Reason" bot eine starke Mischung aus Pink-Floyd-Klassikern wie "Shine On You Crazy Diamond", "Wish You Were Here", "Money", "Another Brick In The Wall (Part 2)", "Comfortably Numb" oder "Run Like Hell" und Stücken vom damals aktuellen Album. Von dessen elf Songs bekommt man mit "Learning To Fly", "Yet Another Movie", "Round And Around", "Sorrow", "The Dogs Of War" und "On The Turning Away" mehr als die Hälfte geboten. Wie schon bei der Vinyl-Veröffentlichung von 1988 fehlte der Klassiker "Us And Them", den man auf der CD-Ausgabe finden kann, genauso wie die neuen Stücke "Signs Of Life" und "One Slip", sowie "On The Run", die man alle drei nur auf dem VHS-Livevideo zu sehen bekam.



  

"A Collection Of Great Dance Songs" erschien bereits 1981. Mit dem Titel erlaubten sich Pink Floyd, die mit ihren epischen, getragenen Nummern zwischen Psychedelic Rock und Progressive Rock mit Blues-Würze alles andere als Tanzmusik produzierten, natürlich einen Scherz. Das Cover mit einer Fotografie von Storm Thorgerson, die ein Tänzerpaar zeigt, welches auf dem Land durch Schnüre fixiert bewegungsunfähig gemacht wurde, passt natürlich bestens zu dieser Ironie.

Sechs Tracks waren auf dem Album zu finden, allesamt alternative Abmischungen oder Neueinspielungen von den größten Hits der Band - ein "Best Of"-Album also. Vom Album "Wish You Were Here" findet man "Shine On You Crazy Diamond" und den Titelsong, von "The Wall" ist "Another Brick In The Wall (Part 2)" vertreten, von "Meddle" hört man "One Of These Days", und von "Animals" ist "Sheep" vertreten. Die Songs wichen in Details von den bekannten Versionen ab, aber nicht so, wie man es heute von Remixen oder Neuinterpretationen zumeist kennt - so wurde "Shine On You Crazy Diamond" gekürzt und "Another Brick In The Wall (Part 2)" enthielt Elemente der Single- wie auch Albumversion. Eine Ausnahme stellt der sechste Song dar, das allseits bekannte "Money" vom Album "The Dark Side Of The Moon" - denn Capitol Records genehmigte Columbia Records nicht, in den USA die Album-Version zu veröffentlichen. David Gilmour spielte daraufhin die Nummer fast im Alleingang neu ein, lediglich das Saxophon ließ er von Dick Parry blasen - in jedem Fall hört man nur hier deutliche Abweichungen, vor allem in den Soli und den Drums.

Mehr Informationen zu Pink Floyd gibt es auf www.pinkfloyd.com.

(Tobi)