Logo



Das RAIMUND THEATER in Wien



Geschichte

Das "Mariahilfer Burgtheater", wie die Wiener das RAIMUND THEATER nannten, wurde am 28.November 1893 mit Ferdinand Raimunds "Die gefesselte Phantasie" feierlich eröffnet. Das Programm sollte als Gegenprogramm zur Operettendekadenz der Großbürgerbühnen im Zentrum, vor allem "deutsche klassische Volksstücke" und Gegenwartsdramen bieten.

Bis 1908 blieb das RAIMUND THEATER Sprechbühne. Als erste eigene Operetten-Produktion wurde 1908 Johann Strauß' "Zigeunerbaron" gegeben, in den folgenden Jahren, der "Silbernen Ära der Wiener Operette", kam es zu einigen Uraufführungen - etwa "Glücksmädel" von Robert Stolz, der auch als Kapellmeister engagiert war. Der größte Renner war Das "Dreimäderlhaus", zu verschiedenen Musikstücken von Schubert, das nach der Premiere 1916 bis 1927 über 1200 Vorstellungen erlebte. Die eigentliche Glanzzeit der Operette am RAIMUND THEATER sollte aber tatsächlich erst Ende der 40er-Jahre beginnen und bis 1976 andauern.


Da das Theater im Krieg von Bomben verschont geblieben war, konnte sofort nach Kriegsende wieder gespielt werden. Am 25.April 1945 eröffnete man mit "Dreimäderlhaus". 1948 übernahm Rudolf Marik das RAIMUND THEATER für fast 30 Jahre als Direktor und machte aus ihm die einzige international anerkannte Bühne des deutschen Sprachraumes, die ausschließlich Operetten spielte. Musicals wurden sporadisch ab 1976 gespielt, etwa Kurt Weills LADY IN THE DARK.

1985 wurde das RAIMUND THEATER, nach einem Umbau technisch auf dem neuesten Stand, mit der Gala "Seinerzeit" wieder eröffnet, seit März 1987 ist es Teil der VEREINIGTEN BÜHNEN WIEN. Die erste Premiere war das Musical A CHORUS LINE, es folgten 1988 LES MISÉRABLES und 1990 PHANTOM DER OPER, eine Übernahme aus dem THEATER AN DER WIEN.

Im 100. Jahr seines Bestehens stand dem RAIMUND THEATER eine siebenwöchige Geburtstagsparty 20 Jahre ROCKY HORROR SHOW ins Haus. Der Jahrestag der Gründung 1993 brachte die deutschsprachige Erstaufführung der Broadway- und Westend-Erfolgsinszenierung KUSS DER SPINNENFRAU. 1994 folgte die österreichische Erstaufführung des Broadway- und Hollywood-Hits GREASE und 1995 die Europa-Premiere von Disneys DIE SCHÖNE UND DAS BIEST.

Ab Herbst 1997 lief die Welt-Uraufführung des Film-Hits TANZ DER VAMPIRE in der Inszenierung Roman Polanskis. Nach JOSEPH AND THE AMAZING TECHNICOLOR DREAMCOAT und einer Neuinszenierung von HAIR kam im September 2002 WAKE UP, das erste Musical von Rainhard Fendrich und Harold Faltermeyer zur Uraufführung. Ab März 2004 nun wird das neue VBW-Musical BARBARELLA gespielt.

Ab 2006, wenn das THEATER AN DER WIEN nicht mehr als Musicaltheater zur Verfügung steht, da es ganzjährig mit klassischer Musik und Festivals bespielt wird, hält das RAIMUND THEATER zusammen mit dem ETABLISSEMENT RONACHER Wiens Ruf als Musical-Stadt am Leben. Hier werden künftig Musicals und vielfältige Formen des heutigen Musiktheaters geboten werden.

Technik

Das Raimund Theater verfügt über 1.172 Plätze.
Spielzeit ganzjährig, max. 7 bis 8 Vorstellungen pro Woche, montags spielfrei.
Portalbreite 13m, max. Höhe 9m, Bühnenraumtiefe 12m + Hinterbühne 11m
Schnürbodenhöhe 21m mit 50 Zügen, davon 25 motorisch + 6 Punktzüge
Orchestergraben für max. 70 Musiker
Drehzylinderbühne: Durchmesser 14m, zwei Hubpodien 10 x 4m
Projektionseinrichtungen
Lichtanlage, 600 Regelkreise + 32 automatische Scheinwerfer
Tonregietisch mit 99 Eingängen

Anschrift

Raimund Theater
Wallgasse 18-20
A-1060 Wien

Anfahrt

Empfohlen wird eine Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Für alle Autofahrer aber hier ein Lageplan und eine Übersicht, wo man parken kann.




Parkgaragen:
Garage Mollardgasse, 1060, Mollardgasse 79
Garage Hotel Ibis, 1060, Mariahilfer Gürtel 22
Garage Mariahilfer-Platzl, 1060, Mariahilfer Straße 123


Öffentliche Verkehrsmittel

Verkehrsanbindung:

U3 (Westbahnhof)
U6 (Gumpendorfer Straße)
Autobus 57A (Gumpendorfer Gürtel)