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Andrew Lloyd Webber hatte vor vielen, vielen Jahren die Idee, die Katzengedichte von T.S. Eliot zu vertonen. Er berichtete später, daß ihm die "außerordentliche Musikalität" des Dichters die Arbeit gewaltig erleichtert hat. Der künstlerische Leiter der Royal Shakespeare Company und mehrfach preisgekrönte Regisseur Trevor Nunn half Webber dabei, einen roten Faden in die Geschichten zu bringen. Der Bühnen- und Kostümbildner John Napier, ebenfalls von der Royal Shakespeare Company, verwandelte die Arenabühne und den Zuschauerrraum des New London Theatre in einen einzigen überdimensionalen Müllhaufen, wobei die Gegenstände in Proportion zu den Katzen stehen mussten. Die Choreographin und Co-Regisseurin Gillian Lynne sorgte für die katzenhaften Bewegungen der Darsteller, Lighting Designer David Hersey sorgte für die richtige Beleuchtung - und so entstand "Cats", das seit mehr als 20 Jahren weltweit riesige Erfolge feiert.

Welturaufführung wurde am 11. Mai 1981 im New London Theatre gefeiert. 1982 gewann die Original Londoner Cast Recording den Grammy Award für das beste Cast Album. Ab Oktober 1982 gingen auch am Broadway die Katzen um, im Winter Garden Theatre in New York - und es gab erneut einen Grammy. Im Juni 1983 erhielt man nicht weniger als sieben Tony-Awards für das "beste Musical", die "beste Partitur", das "beste Buch", die "beste Regie", die "besten Kostüme" und die "beste Lichtregie" sowie für die "best supporting actress" (Betty Buckley als Grizabella). Die deutschsprachige Erstaufführung fand am 24. September 1983 im Theater an der Wien statt, in Deutschland konnte man das Musical ab dem 18. April 1986 im Operettenhaus Hamburg bewundern, wo es 15 Jahre lang die Massen anzog, in rund 6000 Vorstellungen mit mehr als 6 Millionen Besuchern. Von März 2001 an lief das Musical im Stuttgarter SI-Centrum, bis die Stella-Insolvenz nach 555 Aufführungen vor etwa 750.000 Besuchern im Juni 2002 das Aus bedeutete. Nun ist das Erfolgsmusical nach der Übernahme durch die Stage Holding in Berlin zu sehen, wo am 20. Oktober 2002 im Theater am Potsdamer Platz umjubelte Premiere war.

Zur Berliner Produktion hatten sich 700 Musicaldarstellern auf den Audition-Aufruf gemeldet. Rund 200 von ihnen wurden in Berlin, Essen und London in Augenschein genommen. Eine enorme Arbeit für die Regisseurin und Choreografin Chrissie Cartwright, ihre Assistentin Jenny Sawyer, aber natürlich auch für Simone Linhof und Christian Struppeck von der Stage Holding. Denn übrig bleiben von den 200 am Ende nur die besten 36.

Wer meint, "Cats" bereits bestens zu kennen, weil er es in Hamburg oder Stuttgart bereits gesehen hat, wird in Berlin eine kleine Überraschung erleben. "Back to the roots" heißt die Devise. Die Berliner Aufführung wird zurück geführt auf das Londoner Original und erfährt gleichzeitig zahlreiche Erneuerungen. Insbesondere das Bühnenbild und das Lichtdesign werden überarbeitet, aber auch beim Text und Arrangement wird es Veränderungen geben. Der Clou: Diese Auffrischungen werden vor Ort zum Teil von den gleichen Kreativen vorgenommen, die vor über 20 Jahren "Cats" an der Seite von Andrew LLoyd Webber entwickelt hatten. Schon vorab ließen sie verlauten: "Wir haben Lust auf Berlin!" Sogar eine neue Rolle wurde eingefügt: "Electra" ist die 26. Katze auf der Bühne.

Zehn Tage nach der Premiere in Berlin besuchte Andrew Lloyd Webber die Berliner Aufführung im Theater am Potsdamer Platz. Der Musical-Komponist zeigte sich sichtlich beeindruckt. "Diese Inszenierung", sagte er, "beweist erneut, wie jung CATS geblieben ist." Andrew Lloyd Webber, der das Musical bisher rund 300 Mal gesehen hat, lobte ganz besonders die Lebendigkeit und Originaltreue der Berliner Inszenierung. "CATS hat sich in Berlin wieder stärker dem Londoner Original angenähert – die Inszenierung ist sehr poesievoll und betont die verschiedenen Katzencharaktere. Die Überarbeitung durch die Choreographin und Regisseurin Gillian Lynne gibt der Show gleichzeitig eine unglaubliche Frische", sagte Lord Lloyd Webber, der 1992 für seine Verdienste um die Kunst in den Adelsstand erhoben wurde.

Noch ein paar Fakten:
Seit der Welturaufführung wurde "Cats" bereits in 26 Ländern und über 300 Städten aufgeführt, wie z.B. in Los Angeles, Chicago, Toronto, Sydney, Tokio, Budapest, Oslo, Paris, Blackpool, Buenos Aires, Seoul, Helsinki oder Singapur. Am 1. Oktober 1997 ging die US-Tourneeproduktion des Musicals mit 16 Jahren und 2 Monaten als die am längsten laufende in die Theatergeschichte Amerikas ein. Es gibt Übersetzung in zehn verschiedene Sprachen: Japanisch, Deutsch (Deutschland, Österreich, Schweiz), Ungarisch, Norwegisch, Finnisch, Holländisch, Schwedisch, Französisch, Spanisch (zwei Übersetzungen - Mexiko und Argentinien) und Italienisch. Die Schweizer Besetzung spielte hierbei abwechselnd in deutscher und englischer Sprache. Geblieben ist stets der Titel, "Cats" wurde nie übersetzt. Weltweit zählt "Cats" über 50 Millionen Besucher und ist das am längsten gespielte Musical weltweit.