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Epcot wurde als zweiter Themenpark in Florida elf Jahre nach dem Magic Kingdom im Oktober 1982 eröffnet - damals noch "EPCOT Center" genannt, was aber Mitte der 90er-Jahre geändert wurde. Zu Epcot kann man vom "Transportation and Ticket Center", wo man zentral parken kann, auch im Monorail-Zug fahren, der sogar eine kleine Runde durch Epcot dreht.

Wahrzeichen des Parks ist die schon von weitem heraus ragende, futuristische Kugel von "Spaceship Earth". Diese ist das Zentrum des "Future World" genannten Teil des Parks - zusätzlich zu diesem gibt es noch "World Showcase", dazu unten mehr. Insgesamt ist Epcot nach dem Vorbild von Weltausstellungen erschaffen worden und bringt dem Besucher Wissenschaft sowie Länder näher - hier geht es also nicht nur um Spaß, sondern darum, zu lernen ... was aber bestens mit Spaß verbunden wird.


Im "Spaceship Earth" erlebt man eine nett gemachte Fahrt durch die Geschichte der Innovationen, von der Steinzeit bis zum modernen Zeitalter digitaler Technologien. Nach der Fahrt kann man auch im "Project Tomorrow" anhand diverser Spiele und Ausstellungen noch einiges lernen.

Über Energie lernt man einiges in "Ellen's Energy Adventure", einem gigantischen, 45 Minuten dauernden Kino-Abenteuer mit Ellen DeGeneres, bei dem man sich auf seinem Sitz durch verschiedene Kinosäle mit riesigen Rundum-Leinwänden bewegt - klasse gemacht! Ein weiteres Highlight ist "Mission Space", wo man zum Astronautenschüler wird und ein einfacheres oder fortgeschritteneres Programm durchlaufen kann - Unterscheidung ist die Intensität der auf einen einwirkenden Kräfte in der gut gemachten Flugsimulation, bei der man viel Spaß hat. Ein weiteres Highlight im Ostteil der Future World ist der "Test Track", präsentiert von Chevrolet.


Hier kann man sich sein Auto entwerfen und in diesem dann eine Testfahrt machen, bei der man verschiedene Straßenverhältnisse, Kurven und Geschwindigkeiten erlebt. Im Zentrum der Future World findet man noch den "Innoventions"-Pavillon mit Spielen und Ausstellungen, das Fahrgeschäft "The Sum of all Thrills" und ein "Disney Phineas and Herb"-Abenteuer. Zudem gibt es hier an festen Orten die Möglichkeit, Micky Maus, Minnie, Goofy, A- und B-Hörnchen sowie auch Baymax zu treffen, um Fotos gemeinsam machen zu lassen.

Im Westteil der Future World findet man drei Komplexe. In "The Seas with Nemo & Friends" findet man ein Aquarium, in dem man Haie, Schildkröten, Manatees und viele weitere Meeresbewohner bewundern kann ... ja, auch Clownfische. Dazu gibt es eine gemütliche Fahrt durch die Welt des Films "Findet Nemo" oder auch ein Frage-/Antwortspiel mit Schildkröte Crush.


Im Komplex "The Land" kann man im 20-minütigen Kinofilm "The Circle of Life" mehr über den Naturschutz erfahren, moderiert von Timon und Pumbaa aus dem "König der Löwen". Zudem kann man in "Living with the Land" im Boot durch Treibhäuser fahren und hierbei einiges über Pflanzen und ihren Wachstum erfahren. Sehr interessante Themen - leider war die auch hier befindliche Attraktion "Soarin'" bei unserem Besuch geschlossen, wird erst im Sommer 2016 wieder eröffnet.

Bleibt noch der Komplex "Imagination!", wo man mit dem rosa Drachen Figment eine Reise durch das Imagination Institute am Tag der offenen Tür machen kann, und auch hier gibt es wieder noch eine angeschlossene Spielewelt. Zudem findet man hier das "Disney & Pixar Short Film Festival", wo man auf sehr kurzweilige Art und Weise Kurzfilme in 4D geboten bekommt - nicht verpassen!


Neben Future World gibt wie erwähnt als zweiten Teil von Epcot "World Showcase" - hier lernt man etwas über Länder und Bräuche. Rund herum um einen großen See herum sind hier auf einer über 2 km langen Promenade Gebäude im Stil aus elf Nationen zu finden: Mexiko, Norwegen, China, Deutschland, Italien, USA, Japan, Marokko, Frankreich, Großbritannien und Kanada. Zusätzlich gibt es noch einen Außenposten mit afrikanischer Thematik. Für jedes der Länder wurden einige Gebäude nachgebaut im landesüblichen Stil, dazu kommen manchmal noch Wahrzeichen wie der Pariser Eiffelturm oder der Markusturm von Venedig.

In den Gebäuden findet man Speisen und Getränke aus den Ländern, sowie diverse Artikel zum Kaufen. Wenn man in Epcot Hunger oder Durst hat, macht es aus unserer Sicht Sinn, das Angebot hier wahrzunehmen, anstatt in der Future World wieder Burger und Co. zu konsumieren. Im Gegensatz zum Magic Kingdom wird wie in den anderen Parks auch hier Alkohol verkauft, was passenderweise dazu führt, dass einem hier Biere und Weine aus verschiedenen Nationen angeboten werden, wenn auch nicht preiswert. Bei Speisen ist es ähnlich, aber auch hier findet man reizvolle Dinge wie Kebaptaschen aus Marokko ... oder natürlich Bratwurst und Brezeln in Deutschland.

In vielen der Länder kann man auch etwas über das jeweilige Land lernen. Oft sind es Ausstellungen, mal aber auch Besonderheiten: eine Bootsfahrt in Mexiko, oder Filme wie in China, Frankreich und den USA, wo "The American Adventure" 30 Minuten lang über Land und Geschichte aufklärt mit nett gemachten Figuren vor der Leinwand, deren Dialoge zur Show gehören. Insgesamt macht es schon Spaß, World Showcase abzulaufen, auch wenn hier keine spektakulären Fahrgeschäfte zu finden sind ... dafür gibt es aber ja sowieso eher die anderen Parks.


Es macht durchaus Sinn, Epcot bis zum Abend zu besuchen - oder bei einem Tag mit zwei oder mehr Parks als letztes, denn zum Abschluss gibt es hier auf dem See des World Showcase mit "IllumiNations: Reflections of Earth" ein hervorragendes Feuerwerk zu bestaunen, mit wundervoller Musik, auch Flammen und Lasern zum Höhenfeuerwerk, und auch die Beleuchtung der Länder-Gebäude wird mit einbezogen. Unbedingt anschauen, wir fanden dieses Feuerwerk noch besser als das im Magic Kingdom!

Die Berichte zu den anderen Parks des Walt Disney World Resort:
Magic Kingdom
Disney’s Hollywood Studios
Disney’s Animal Kingdom

(Bericht: Tobi)
(Copyright der Fotos: Walt Disney World® Resort)