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Cranberries, Köln, Palladium, 02.03.2010
 
Endlich! Nach 8 Jahren Abstinenz sind die Cranberries zurück! Nach der Trennung 2003 kam Ende 2009 die glorreiche Meldung der Wiedervereinigung und der neuen Tournee. Ein paar Wochen später hingen die Tickets an der Pinnwand!

Am 2. März 2010 ging es dann ins Palladium. Das Publikum war erwartungsgemäß ziemlich bunt gemischt. Um kurz vor 20 Uhr legte erstmal die Vorband "Outside Royality" los. Leider wirkten sie eher stehengeblieben irgendwo Anfang der 90er Jahre und erinnerten musikalisch ein wenig an "The Hooters", optisch schienen sie die 90 er auch noch verinnerlicht zu haben. So richtig Stimmung mochte nicht aufkommen, kurzzeitig schafften sie sich Aufmerksamkeit durch einen gecoverten Song der Beatles.

Gegen 21 Uhr kamen dann die Cranberries auf die Bühne. Erstmal die zwei Brüder Noel (Gitarre) und Mike Hogan (Bass) und dann der Schlagzeuger Fergal Lawler. Ganz zum Schluss kam natürlich Dolores auf die Bühne, die mal wieder durch ihr typisch stranges Outfit auffiel. Sie starteten mit dem melodiösem Song "How" aus ihrem Debütalbum "Everybody else is doing it, so why can´t we?" Danach ging es weiter mit "Animal Instinct", welches die Fans lautstarken mitsangen - meiner Meinung nach nicht das beste Lied der Band, aber einer der wenigen Songs, die im Radio gespielt werden. Auffällig war, dass viele eher ältere Songs gespielt wurden. Die meisten Songs waren von den ersten beiden Alben "Everybody else is doing it so why can´t we" und "No need to argue" (mein Lieblingsalbum!).

Zwischen den Songs pries Dolores eine Lobhymne über Köln, wie sehr ihr die Stadt gefallen würde und vor allem der Dom, den Sie noch besuchen wollte, und der Rhein. Direkt im Anschluss gab es dann einen Song aus ihrem ersten Soloalbum "Are you listening?" mit "Ordinary day", das sie für Ihre Tochter geschrieben hatte, wie sie vorher erzählte.

Die Bühne war ziemlich einfach gehalten, es standen ein paar beleuchtete Säulen auf der Bühne, mehr nicht. Aber die Konzerte der Cranberries und auch die Solo-Konzerte von Dolores überzeugten noch nie durch Show, sondern leben durch die einzigartige Stimme von Dolores. Somit ist die Bühne eigentlich total egal! Typisch übrigens war mal wieder der roboterähnliche, ziemlich exzentrische Tanz von Dolores, über den ich öfter schmunzeln musste...

Da ein neues Album für das Frühjahr angekündigt ist, habe ich mehr neue Songs erwartet, leider wurde nur ein neuer gespielt mit "The journey". Mein Resumé: Schöner glatter Konzertabend mit viel Gänsehaut, vielen vertrauten Songs und alten Erinnerungen, obwohl knappe zwei Stunden gespielt, leider viel zu schnell vergangen. Ich hoffe sie lassen nicht mehr lange auf das neue Album warten und kommen bald wieder!

Die Setliste:

How
Animal instinct
Linger
Ordinary day
Wanted
Just my imagination
Dreaming my dreams
When you´re gone
Daffodil lament
I can´t be with you
Ode to my family
Free to decide
Waltzing back
Switch of the moment
Salvation
Ridiculous thoughts
Zombie

Zugabe:

Shattered
The journey
Dreams

Links:
Website der Cranberries
Website des Palladium Köln


(Sophia)