CTS-MUM
Herbert Knebel, Vonderort, Revierpark, 27.06.2000
 
Die Erwartungen waren hoch, wie mag Herbert Knebel wohl sein Programm gestalten, ohne seine Freunde, ohne sein "Affentheater"? So ganz allein stand unser Herbert dann doch nicht auf der Bühne, er hatte seinen Freund Ozzy Ostermann mitgebracht. In der ausverkauften Eishalle im Revierpark wurde man in die alltäglichen Probleme der Menschen eingeweiht. Da ist z.B. der Hexenschuss, den man sich beim Bücken nach dem billigsten Bier im Supermark holen kann. Ebenfalls ein kurzer Ausschnitt aus Herberts "Abenteuerwelt" ist sicherlich sein Südfrankreich-Urlaub (haben Sie schon einmal versucht einer Frau etwas auszureden, was die sich in den Kopf gesetzt hat?), wo er an die Animateure Dieter und Jane Lück geraten ist. Oder sein Kollege "Mörtel", der die Decke abgehängt, und den Fußboden angehoben hat, nur um Heizkosten zu sparen. Herbert Knebel ging auch auf das Hunde-Problem ein bzw. deren Hinterlassenschaften und deren Entsorgung (z.B. im Gummibaum der griechischen Reinigung). Das Publikum bedankte sich bei Herbert Knebel mit Szenen-Applaus. Ebenso ging er auf seine Zuschauer ein, reagierte auf Zwischenrufe und meckerte auch schon einmal einen Zuschauer an, und das zurecht, er hätte aber lieber eine andere Tonart wählen sollen: "Wat für'n Arsch hat hier sein Handy an", das ist nicht die feine Art "Hebbert", auch wenn du recht hast. Mit seinen Geschichten trifft Herbert Knebel voll ins Schwarze, und jeder im Publikum erkannte sich an irgendeiner Stelle, in einer der Geschichten wieder

(T.K.)