24 Stunden Angst



D: Charlize Theron, Kevin Bacon, Courtney Love, R: Luis Mandoki, 105 Min.

Nach vier erfolgreichen Kindesentführungen mit Lösegeldforderung machen sich Joe (Kevin Bacon), seine Frau Cheryl (Courtney Love) und Cousin Marvin (Pruitt Taylor Vince) daran, den fünften Streich zu landen. Als der erfolgreiche Arzt Will (Stuart Townsend) zu einem Kongress fährt, wird seine kleine Tochter Abby (Dakota Fanning) aus dem abgelegenen Haus der kleinen, glücklichen Familie gekidnappt und von Marvin weggeschafft. Joe erklärt der verzweifelten Karen (Charlize Theron), dass sie ihre Tochter nur wieder sehen wird, wenn innerhalb der nächsten 24 Stunden 250.000 Dollar gezahlt werden - und dass er sich alle 30 Minuten bei Marvin melden muss, sonst bringt dieser die Kleine um. Etwas später hat auch Cheryl ihren Part übernommen und hält Will in Schach. Doof nur, dass Abby an Asthma leidet und ihre Medizin braucht. So kommt es zu einem ungeplanten Wiedersehen von Mutter und Tochter, welches die Emotionen auf allen Seiten weiter aufwühlt. Karen würde Joe am liebsten umbringen, kann dies jedoch in dieser Lage nicht. Auch Will könnte Cheryl mit einem lähmenden Gift ausschalten. So erfährt er, dass nicht nur reine Geldgier hinter der Entführung steckt, die sich nach und nach immer mehr zuspitzt...

"24 Stunden Angst" ist ein gut gemachter Thriller, der sich anfangs auf die Ausmalung der drei sich bildenden Zweier-Konstellationen konzentriert, dann aber immer mehr die Abhängigkeit voneinander und ihre Auswirkungen zeigt. Die für Karen beinahe unerträgliche Mischung aus Angst und Hass auf Joe packt einen als Zuschauer, wird auch geschickt mit Handkamera eingefangen, um noch präsenter zu wirken. Bacon als fieser Schurke und Theron als verzweifelte Mutter sind optimal besetzt, die abgewrackt ausschauende Courtney Love agiert hingegen etwas zu ausdruckslos. Dafür aber spielt die kleine Dakota Fanning mit ihren acht Jahren nach "Ich bin Sam" schon wieder eine Rolle sehr überzeugend, die durchaus harter Toback sein dürfte für ein Kind in diesem Alter. Das Ende des Films ist etwas überzogen, ansonsten aber ist er spannend und gut.

Wertung: 8 von 10 Punkten

(Tobi)