The 6th Day

D: Arnold Schwarzenegger, Tony Goldwyn, Robert Duvall, R: Roger Spottiswoode, 126 Min.

In Arnold Schwarzeneggers neuem Film geht es um das Klonen von Menschen, ein durchaus nicht mehr unmögliches Thema, und so bekommt man am Anfang gleich die Information, der Film spiele "in naher Zukunft, näher als man denkt". Das Klonen von Haustieren ist längst erlaubt, die Re-Pets sind der Renner bei trauernden Vierbeinerliebhabern. Nachdem ein Experiment an Menschen einst fehl geschlagen ist, hat man deren Klonen per "6th day"-Gesetz verboten - als Anspielung auf die biblische Schöpfung: "und am sechsten Tag erschuf Gott den Menschen". Wie es aber immer mit Verboten ist, so hält sich auch diesmal ein findiger Geschäftsmann namens Michael Drucker (Tony Goldwyn) nicht an selbiges, hat er doch durch den genialen Wissenschaftler Griffin Weir (Robert Duvall) längst erfolgreich Menschen dupliziert. Adam Gibson (Schwarzenegger), liebevoller Familienvater, wehrt sich gegen den Vorschlag seiner Frau, den verstorbenen Hund durch Klonen wieder ins Haus zu holen, weil er meint, dass geklonte Wesen keine Seele hätten und vielleicht bösartig werden könnten. Umso schlimmer, als er kurz darauf an seinem Geburtstag nach Hause kommt und durch das Fenster sieht, wie er selbst, perfekt geklont, bereits am Feiern ist. Bevor Adam sein Ebenbild zur Rede stellen kann, erscheinen vier Untergebene Druckers, die den Auftrag haben, ihn zu eliminieren, da man den falschen Mann dupliziert hatte - es hätte sein Arbeitskollege sein sollen, der für ihn einen Job übernommen hatte. Adam kann fliehen, befindet sich aber ab sofort auf der Jagd vor Druckers Leuten, auf der Jagd nach der Wahrheit, auf der Jagd nach einem Ausweg für sich und seine Familie.

Die Story von "The 6th Day" klingt gar nicht mal so übel, der Film vermag es aber nicht, sie wirklich packend umzusetzen. Wilde Verfolgungsjagden und Schießereien sowie futuristisch gewollte, aber nur hektisch nervig wirkende Schnittszenen verdecken die Armut an Charakteren und Detailhandlungen nicht, so dass der Film schnell langweilig wird und bleibt. Da hätte man einiges mehr aus dem Thema herausholen können, inhaltlich und auch visuell.

Wertung: 3 von 10 Punkten

(Tobi)