A CURE FOR WELLNESS
Darsteller:  Jason Isaacs, Dane DeHaan, Mia Goth, Adrian Schiller
Regie:  Gore Verbinski
Dauer:  147 Minuten
FSK:  freigegeben ab 16 Jahren
Website:  www.fox.de/a-cure-for-wellness
 

Regisseur Gore Verbinski hat mit den ersten drei "Fluch der Karibik"-Filmen Erfolge gefeiert, auch seine Neuauflage des japanischen Horrorthrillers "Ring" lockte das Publikum in Scharen ins Kino. In den letzten Jahren aber wurde es ruhiger um den amerikanischen Filmemacher. Der Animationsfilm "Rango" wurde 2011 noch positiv aufgenommen und gewann sogar den Oscar als "Bester Animationsfilm", der Western "Lone Ranger" wurde 2013 dann aber zu einem großen Flop. Mit "A Cure For Wellness" versucht Verbinski sich nun wieder mehr im Thrill, hat sich dafür zusammen mit Drehbuchautor Justin Haythe eine Geschichte ausgedacht, die größtenteils in der Schweiz spielt.

Der aufstrebende Manager Lockhart (Dane DeHaan) wird von der Führungsebene seiner Firma in die Schweizer Alpen entsandt, um den Vorstandsvorsitzenden der Firma, Mr. Pembroke (Harry Groener), dazu zu bewegen, aus einem luxuriösen "Wellness-Center" wieder heim zu kehren, denn seine Unterschrift wird für die anstehende Fusion mit einem anderen Unternehmen dringend benötigt. In der Schweiz ist Lockhart durchaus beeindruckt von der Idylle der in einer alten Burg auf einem Berg beheimateten Gesundheitsoase, aber schnell schon merkt er, dass es hier mysteriös zugeht. Die Patienten wirken, als hätte man sie einer Gehirnwäsche unterzogen - dabei wird doch lediglich mit dem heimischen Wasser behandelt. Dieses habe besondere Heilwirkung, versichert der Leiter der Einrichtung (Jason Isaacs). Als Pembroke nicht mitkommt und verschwindet, sucht Lockhart entnervt das Weite - allerdings stößt sein Taxi mit einem Hirsch zusammen, und Lockhart landet als Patient im Wellness-Center. Hier ist nicht nur die paralysiert wirkende, einzig junge Patientin Hannah (Mia Goth) merkwürdig, hier stimmt so einiges nicht...

Verbinski schafft es, den Zuschauer mit den Film in den Bann zu ziehen, allerdings nur zu Beginn. Die schönen Bilder der Alpen und der Burg sowie die Sterilität der Heilstätten und das vorherrschende, klinische Weiß erzeugen eine gute Atmosphäre, die mysteriösen Vorgänge in der Klinik durchaus Spannung. Dann aber verliert der Film, etwa in seiner Mitte, seinen Reiz und die Handlungsstränge wirken plötzlich viel zu erzwungen und vorhersehbar. Die Überlänge des Films tut ihr Übriges und erzeugt Langatmigkeit - hier hätte Verbinski 30 Minuten kürzer ansetzen sollen. Schade, der Streifen verspielt mit zunehmender Dauer sein Potenzial zu einem tollen Thriller und besitzt dann auch noch ein eher ärgerliches Ende.



Wertung: 5 von 10 Punkten

(Tobi)