ALLES AUF ZUCKER!
Darsteller:  Henry Hübchen, Hannelore Elsner, Udo Samel
Regie:  Dani Levy
Dauer:  95 Minuten
Weblink:  www.zucker-derfilm.de
 

Früher mal war Jaeckie Zucker (Henry Hübchen) ein bekannter DDR-Sprotreporter, heute steht ihm das Wasser bis zum Hals. Er ist der Spielsucht verfallen, und selbst seine großartigen Billardfähigkeiten bewahren ihn nicht davor, immer wieder den letzten Groschen zu verspielen. Seiner Frau Marlene (Hannelore Elsner) reicht es, sie setzt ihn vor die Tür. Prima, wo doch gerade der Gerichtsvollzieher mit dem Knast droht - nur mit guten Zureden vertröstet Jaeckie ihn auf die kommende Woche, in der er dann wirklich seine mehr als 40.000 Euro Schulden zurück zahlen wird, wie er verspricht. Kaum hat Marlene ihn samt Koffern aus der Wohnung geschmissen, erreicht sie ein Telegramm von Jaeckies Bruder Samuel (Udo Samel), zu dem er wie auch zu der eigenen Tochter Jana (Anja Franke) schon lange keinen Kontakt mehr hat. Jackies Mutter ist verstorben und wünscht sich eine Beerdigung und Testamentseröffnung in Berlin. In einem zwielichtigen Club, den Jackie auch noch in die Schulden geritten hat und von dem Marlene nichts wusste, findet Marlene ihren Mann und holt ihn wieder heim. Sie weiß, dass eine Erbschaft viel retten könnte. Nun steht der Besuch Samuels bevor - wie der Rest von Jackies Familie ein streng gläubiger Jude. In Windeseile beliest sich Marlene über jüdische Sitten, schmückt ihre Wohnung um und trimmt alles auf koscher. Am Flughafen dann die Überraschung - Samuel kommt nicht wie erwartet alleine, sondern samt Frau und zwei erwachsenen und doch sehr verschiedenen Kindern. Nicht nur, dass die Wohnung nun voll ist - der Rabbie verliest das Testament, welches vorsieht, dass Jaeckie sich mit seinem Bruder versöhnen und eine Woche Trauer sitzen muss. Und das, wo gerade ein Billard-Turnier vor der Tür steht, bei dem es um 100.000 Euro für den Sieger geht...

Die Kritiken für "Alles auf Zucker" sind nicht umsonst sehr gut. "Regisseur Dani Levy ist mit 'Zucker' etwas Geniales gelungen" schreibt die Brigitte, "herzerfrischend authentisch" und "kurzweiliges Tohuwabohu" urteilt die Cinema. Im Gästebuch der Website zum Film überschlagen sich die ersten Zuschauer mit Meinungen wie "Ein Filmjuwel der ersten Kategorie", "Grandios witzig, hochaktuell und berührend" oder "Ansehen, ansehen, ansehen!". Wir schließen uns an - der Film überzeugt mit tollen Darstellern, wunderbaren Charakteren und Konfrontationen, dazu jeder Menge intelligentem Humor. Es macht durchgehend Spaß, Jackie zuzusehen, wie er auf liebenswürdige und doch umständliche Art versucht, den Trauerfall und seine Ambitionen als Billardspieler unter einen Hut zu bringen.

Wertung: 9 von 10 Punkten

(Tobi)