Feindliche Übernahme

D: Thomas Kretschmann, Desiree Nosbusch, Klaus Löwitsch, R: Carl Schenkel, 100 Min.

Auch im neuen Jahr bleibt alles wie gewohnt, was den deutschen Film angeht, Positives ist kaum mal zu berichten. "Feindliche Übernahme" macht hier nicht nur keine Ausnahme, er gehört sicherlich zu den ganz weit unten angesiedelten Werken. Die oftmals undurchsichtige Geschichte um die geplante feindliche Übernahme der Althan AG verläuft sich mehr und mehr in Lächerlichkeit und kann höchstens als ungewollte Komödie noch für einige Lacher sorgen, so schlecht sind Handlung, Dialoge und darstellerische Leistungen. Allen voran beweist Desiree Nosbusch wieder einmal ihre nicht vorhandenen schauspielerischen Fähigkeiten, als Laura Schumann, neu angestellte PR-Chefin des Weltkonzerns, der durch die Inbetriebnahme revolutionärer, umweltfreundlicherer Kraftwerke weltweit am nächsten Tag einen großen Coup landen möchte. Dass man wohl kaum so kurz vor einer solchen Aktion eine neue PR-Chefin in den Sessel hievt, ist nur der Anfang einer völlig absurden Handlung. Wo das Böse ist, da braucht man einen Helden, und als dieser fungiert der entlassene Althan-Sicherheitschef Robert Fernau (Thomas Kretschmann), der nach der Entführung von Laura und seinem väterlichen Freund Willi Konrad (Klaus Löwitsch) von der Gegenseite erpresst wird. Wer aber steckt hinter dem Ganzen? Anfangs hat man es mit Tätern aus dem rechten Milieu zu tun, dann jedoch entpuppt sich ein mieser Börsenspekulant als Drahtzieher, und ein alte DDR-Gruppierung spielt auch noch eine Rolle. Beckmann (Martin Semmelrogge, immer wieder lächerlich) leitet die Terroristen, für die Fernau nun den Zentralcomputer manipulieren soll, denn nur er kann die Gansgter ins Gebäude bringen. Gähn! Nicht nur, dass die Handlung an sich schon mehr als kompliziert und uninteressant ist, das Geschehen wird dann auch noch an die Außenfassade des Althan-Wolkenkratzers verlegt, mit diversen Wetterkapriolen - "Vertical Limit" für Arme. Einzig die Rollen der (dümmlichen) Nachwuchsrechten sind gut gespielt, ansonsten ein Film zum Weggucken.

Wertung: 0 von 10 Punkten

(Tobi)