Amadeus - Director's Cut



D: F. Murray Abraham, Tom Hulce, Elizabeth Berridge, R: Milos Forman, 185 Min.

Der Film "Amadeus" über Wolfgang Amadeus Mozart nach dem in London und am Broadway gefeierten Bühnenhit von Sir Peter Shaffer kam 1984 in die Kinos und gewann damals nicht weniger als acht Oscars, als Bester Film, für die Regie, für Hauptdarsteller F. Murray Abraham, Peter Shaffers Drehbuch nach seinem Stück, für Ausstattung, Kostüme, Make-up und Ton. Nun kommt ein Director's Cut des Erfolges in die Kinos, um 20 Minuten Handlung, Musik und Sound erweitert, von Regisseur Milos Forman, Sir Peter und Produzent Saul Zaentz einstimmig als gut befunden. Kurz zur Handlung: F. Murray Abraham brilliert als Antonio Salieri, Hofkomponist des Kaisers in Wien, der sein Leben der Musik verschrieben hat, dann aber feststellen muss, dass der exaltierte, gerna mal derbe und leicht verrückte Lebemann Mozart (Tom Hulce), aus Salzburg nach Wien gekommen, von Gott mit mehr Genie gesegnet wurde. Von Eifersucht geplagt versucht Salieri, selbst größter Bewunderer von Mozarts Musik, seinem Idol zu schaden, um sich selbst zu profilieren. Mozart und seine Frau Constanze (Elizabeth Berridge) bekommen hierdurch mehr und mehr finanzielle Sorgen, vor allem, weil Mozarts Opern nach kurzer Zeit abgesetzt werden. Als dann auch noch Mozarts strenger Vater (Roy Dotrice) auftaucht, um seinen von Alkohol und Wahn mehr und mehr gezeichneten Sohn zurück nach Salzburg zu holen, gibt es ein Problem mehr...

"Amadeus" ist ein großartiger Film, durch überragende schauspielerische Leistungen, durch eine interessante Umsetzung von Mozarts Lebensgeschichte, und durch wundervolle, im Film stets präsente und teilweise auch dominierende Musik Mozarts, gespielt vom britischen Orchester Academy of St Martin in the Fields unter Leitung von Sir Neville Marriner. Der Director's Cut gibt einem die Möglichkeit, den Streifen nicht nur etwas länger (wo genau liegen eigentlich die neuen Szenen???) zu sehen, sondern auch noch einmal dort, wo er am besten wirkt, nämlich im Kino. Wunderbar!

Wertung: 10 von 10 Punkten

(Tobi)