American Outlaws



D: Colin Farrell, Scott Caan, Ali Carter, R: Les Mayfield, 93 Min.

Es ist mal wieder Western-Zeit, und hier wird nicht eine neue Geschichte erzählt, sondern einmal mehr die von Jesse James, dem bösen GUten oder guten Bösen, wie man will. Frauenschwarm Colin Farrell spielt Jesse James, der ja eigentlich ein solides Bürschchen ist - der Held schlechthin im Bürgerkrieg. Alle können auf ihn schießen, doch getroffen wird er nicht, auch wenn er gerade völlig frei mit seinem Gaul in den Kugelhagel reitet - warum eigentlich nicht? Sind wir hier bei Winnetou? Egal, den doofen Beginn verzeiht man dem Film ja gerade noch irgendwie, geht es doch eigentlich um die Eisenbahngesellschaft, die ihre Strecke von der Ost- zur Westküste durch Missouri bauen möchte, genauer gesagt, durch die Stadt, in der die James-Family lebt. Mama James (Kathy Bates) findet das ebenso witzig wie die Söhnemänner Jesse und Frank (Gabriel Macht), also lehnt sie das Angebot der Gesellschaft, ihr Land zu kaufen, ab. Doch so einfach lassen sich die Leute vom bösen alten Bahnchef haben sich Allen Pinkerton (Timothy Dalton) zur Unterstützung geholt. Auf diesen hören sie jedoch nicht, sondern jagen einige Farmen in die Luft - auch Mami James verkohlt (sehr affige Szene, wenn man mich fragt). Nun ist Krieg angesagt. Die James-Brüder schließen sich mit den Younger-Brüdern zu einer Bande zusammen und bekämpfen die Bahngesellschaft, indem sie vor allem deren finanzielle Ressourcen per Raubzug aus den Banken des Landes holen. Da liegt Zoff in der Luft. Doch auch die Liebe darf natürlich bei einem so gut aussehenden Hauptdarsteller nicht fehlen, schließlich will man ja auch Frauen ins Kino locken, also wurde noch eine Romanze mit in die Story gestrickt, bei der sich Jesse und Zee (Ali Carter) näher kommen.
"American Outlaws" weiß sein Potenzial nicht zu nutzen, denn eigentlich hätte man einiges aus der Story und der Besetzung machen können. Einige Szenen aber sind so ärgerlich, dass dies auch den Spaß am Film verringert. Mittelmaß.

Wertung: 5 von 10 Punkten

(Tobi)