Arac Attack - Angriff der achtbeinigen Monster



D: David Arquette, Kari Wuhrer, Scott Terra, R: Ellory Elkayem, 100 Min.

Wer erinnert sich nicht noch an die Horror-Klassiker "Formicula" oder "Tarantula", in denen Riesenspinnen die Menschen in Angst und Schrecken versetzten? In Schwarz-Weiß und technisch alles andere als perfekt (da trat die ins Bild kopierte Spinne auch gerne mal einfach in die Luft), aber doch faszinierend kamen sie daher, die haarigen achtbeinigen Monster, um die es nun wieder einmal geht.
David Arquette hat sich anscheinend auf Horrorfilme spezialisiert, spielt er nach den "Scream"-Filmen doch nun schon wieder in einem solchen Streifen mit. Seine Rolle: Chris McCormick, ein Mineningenieur, der nach langer Abwesenheit und dem Tod seines Vaters in seine Heimatstadt zurück kehrt. Dort geht es den Menschen gerade finanziell nicht rosig, nachdem ein neues, großes Einkaufszentrum am Stadtrand sich zum absoluten Flop entwickelt hat - und auch die vermeintliche Goldmine, in der Chris Vater stets voller Hoffnung aktiv war, bringt kein Edelmetall ans Licht. So sind die Bewohner der Kleinstadt vor allem eines - frustiert. Gleichzeitig passiert das, was in "aus-normalen-Tieren-mache-Monster"-Filmen zumeist geschieht: Gift gerät durch ein Unfall ins Wasser, und schwups, die Anschauungsobjekte der Spinnenfarm werden zu großen, ekelhaften, angriffslustigen und menschenhungrigen Kreaturen. Anfangs realisiert dies niemand, nach und nach aber tauchen die Viecher überall in der Stadt auf und machen sich über Tiere, Haustiere und Menschen her. Die hübsche Sheriff-Lady Sam Parker (Kari Wuhrer), Langzeit-Schwarm von Chris, muss zusehen, dass sie mit diesem und ihren Kindern Mike (Scott Tera) und Ashley (Scarlett Johansson) in Sicherheit gerät, außerdem nehmen sie zusammen mit Hilfssheriff Pete (Rick Overton) den Kampf gegen die Riesenkrabbler auf - der aber nicht so einfach zu gewinnen ist, sind es doch Massen von Bestien, die durch die Stadt kriechen und hüpfen...
"Arac Attack" ist ein gelungener Film, da er gleichzeitig Ekel (schon durch den grünen Schleim als Spinnenblut), Schockeffekte und ein wenig Spannung sowie lustige Szenen und viel Ironie bietet. Die Special Effects-Schmiede CFX von Roland Emmerich hat die haarigen Biester wunderbar in Szene gesetzt, es geht gut zur Sache, teilweise schön überzogen. Die Dialoge sind witzig, und auch die Machart des Streifens als Horror und dessen Parodie zugleich bereitet Freude. Ziel erreicht, Zuschauer befriedigt.

Wertung: 7 von 10 Punkten

(Tobi)