ATTACK THE BLOCK
Darsteller:  Luke Treadaway, Jodie Whittaker, Nick Frost
Regie:  Joe Cornish
Dauer:  88 Minuten
FSK:  freigegeben ab 16 Jahren
Website:  www.attacktheblock-film.de
 

Als die angehende Krankenschwester Sam (Jodie Whittaker) nach einer anstrengenden Schicht im Krankenhaus auf dem Heimweg von einer fünfköpfigen Jugendbande überfallen wird, ahnt niemand, dass die Situation gleich weit ungewöhnlicher werden würde. Aus heiterem Himmel stürzt ein Meteorit in ein geparktes Auto direkt neben ihnen, und Gang-Chef Moses (John Boyega) wird plötzlich bei der Suche nach Diebesgut im zerstörten Auto von einem haarigen Wesen angegriffen, welches ihm eine Wunde zufügt und dann über ein Feld flieht. Was war das denn? Ein ekeliger Hund, oder doch ein Alien? Wie auch immer, wer Moses weh tut, dem tut Moses weh - also machen sich die fünf Jungs ab und verfolgen die Kreatur. Und tatsächlich schaffen sie es, das Biest zu erlegen, und schleppen den Kadaver als Trophäe mit in ihren Block. Im 20-stöckigen Hochhaus von Wyndham House, einer Sozialwohnanlage im Süden Londons, trottet die Gang zu Ron (Nick Frost), einem befreundeten Drogendealer, der im 19. Stockwerk des Hauses wohnt und im Hinterzimmer eine kleine Cannabiszucht angelegt hat und der hierdurch eine zentrale Anlaufstelle für jedermann zu sein scheint - für den Drogenbaron des Viertels, Hi-Hatz (Juman Hunter), ebenso wie für den mäßig coolen Kiffer Brewis (Luke Treadaway). Sie alle werden in das verstrickt, was folgt - die Aliens kommen nämlich zu Hauf nach London, um ihren toten Kollegen zu rächen. Und im Silvesterfest-Getümmel fällt ihr Meteoritenhagel kaum auf, bis sie beginnen, übel zuzuschlagen. Auch Sam ist plötzlich wieder mitten im Geschehen...

Das bereitet dem Horror- und Science-Fiction-Freund Freude. Der Fernseh-, Videoclip- und Doku-Regisseur Joe Cornish legt einen ersten Kinofilm vor, der technisch sauber gemacht ist und in seiner Mixtur aus Action, Horror und Humor überzeugt. Die verschiedensten Charaktere sind wunderbar gezeichnet und gut besetzt, und das Aufeinandertreffen einer wilden, bewaffneten Gang in Süd-London mit Aliens ist prima anzuschauen und auch atmosphärisch gut gemacht. Auch wenn der Streifen von den Machern von "Shaun Of The Dead", "Hot Fuzz" und "Paul - Ein Alien auf der Flucht" produziert ist und Nick Frost als Dealer sogar eine Rolle spielt, geht es hierbei allerdings doch weit weniger um skurrilen Humor als bei diesen Filmen - was aber auch gut ist, denn einen Abklatsch brauchen wir nicht. Guter Streifen!

Wertung: 8 von 10 Punkten

(Tobi)