AUSHILFSGANGSTER
Darsteller:  Ben Stiller, Eddie Murphy, Matthew Broderick
Regie:  Brett Ratner
Dauer:  105 Minuten
FSK:  freigegeben ab 12 Jahren
Website:  www.aushilfsgangster-film.de
 

Was man anhand dieses Lineups zu erwarten hat, versteht sich ja wohl von selbst, hat man doch sowohl mit Ben Stillers als auch Eddie Murphys früheren Werken schon jede Menge Spaß gehabt. Da wird man dann bei der Kombination der beiden doch wohl erst recht gut lachen können. Aber diese Erwartung zerschlägt sich ziemlich schnell, denn es werden bei diesem Film eher ernstere Register gezogen und man muss sich tatsächlich eine halbe Stunde gedulden, bis man den ersten komikgeladenen, eigentlich so typischen, Murphy-Stiller-Dialog geboten bekommt.

Es dreht sich alles um einen einfachen Betrugsfall, der wie so oft die kleinen Leute trifft. Josh Kovacs (Stiller) ist Manager eines New Yorker Wohnturms für Wohlhabende und unterhält eine gute Beziehung zum erfolgreichen Broker Shaw (Alan Alda), der das mondäne Penthouse inklusive dekadentem Dachpool bewohnt. So denkt er sich auch nichts dabei, diesem die Altersrücklagen seiner Mitarbeiter anzuvertrauen, wo der doch dicke Renditen verspricht. Leider ist der aber nur auf seine eigene Rendite bedacht und gibt vor, alles bei Fehlspekulationen verloren zu haben. Man kann sich schon vorstellen, wie Josh sich fühlen muss, als er der versammelten Belegschaft gestehen muss, ihre so hart erarbeiteten Ersparnisse verzockt zu haben.

Doch diese Scham wandelt sich ganz schnell in grenzenlosen Zorn, als er zufällig erfährt, dass Shaw sein Kapital rechtzeitig aus den heiklen Deals abgezogen und verschwinden lassen hat. Dieser Zorn kann sich einerseits in der Demolierung von Shaws geliebtem, historischem Ferrari mittels eines Golfschlägers entladen, ist aber andererseits nach darauf erfolgter Entlassung viel besser kanalisiert in der Entwicklung eines Rückgewinnungsplans. Die Kohle vermutet Josh nämlich noch in Shaws Apartement, das der aber wegen Hausarrests während der Ermittlungen gegen ihn nicht verlassen darf. Auftritt: Slide (Murphy), Kleinganove aus Joshs Straße und gerade mal wieder im Knast.

Also ist schnell die Kaution gestellt und das Kompetenzteam für den Einbruch um wenigstens eine Person erweitert, die sich mit kriminellen Machenschaften auskennt. Was dann folgt, ist der schon so oft durchdeklinierte Plot des großen Coups, den man auch schon rasanter inszeniert präsentiert bekam. Aber seinen Charme hat das Ganze dennoch, nicht zuletzt wegen der sympathischen, glaubwürdig verkörperten Underdog-Truppe. Und es ist allemal schön zu sehen, dass Stiller und Murphy in Würde altern können.

Wertung: 7 von 10 Punkten

(Mick)