BABY MAMA
Darsteller:  Tina Fey, Amy Poehler, Greg Kinnear, Dax Shepard
Regie:  Michael McCuller
Dauer:  100 Minuten
FSK:  freigegeben ohne Altersbeschränkung
Weblink:  movies.uip.de/babymama
 

Also mal wieder so eine US-Komödie zum Thema Schwangerschaft. Nachdem wir schon zur Genüge wissen müssten, was es für Probleme mit sich bringt, wenn man ungewollt, ob nun beim ersten Date mit einem Loser oder in einem dafür noch nicht vorgesehenen Alter, schwanger wird, bekommen wir hier mal das genaue Gegenteil präsentiert.

Kate (Tina Fey) hat sich bisher aussschließlich sehr erfolgreich der Karriere gewidmet, wobei für Kinder einfach kein Platz war. Und jetzt muss sie erfahren, dass der Kinderwunsch im Alter von 37 Jahren nicht mehr so leicht zu erfüllen ist. Nach Aussage ihres Frauenarztes ist die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft für sie sehr gering, da kann sie noch soviel Ratgeber lesen und künstliche Befruchtungen über sich ergehen lassen. Da sich auch eine Adoption ohne Lebenspartner als überaus schwierig erweist, bleibt für sie nur die Inanspruchnahme der Leihmutter Angie (Amy Poehler). Die aber will nicht nur Kates Wunschkind austragen, sondern zieht nach kurzfristig vollzogener Trennung von ihrem Freund gleich bei ihr ein und entpuppt sich trotz gründlichen Auswahlverfahrens als Prollbraut, die so gar nicht auf sich und das Ungeborene achten will. Dass sie Kate obendrein mit einer vorgetäuschten Schwangerschaft betrügen will, trägt auch nicht gerade zu einem intakten Verhätnis der beiden bei.

Die Voraussetzungen sind mit diesem soliden Drehbuch ja gar nicht so schlecht, aber statt auf moderate Zwischentöne zu setzen, wird mal wieder die schrille Comedy-Keule rausgeholt und der gewohnte Schenkelklopfer-Humor durchdekliniert. Natürlich weiß man, dass ein gewisser Bildungsunterschied zwischen WG-Bewohnern, noch dazu in diesem Abhängigkeitsverhältnis, mitunter merkwürdige Probleme mit sich bringt. Wenn Angie aber, weil sie die schon mal prophylaktisch installierte Klo-Kindersicherung nicht kapiert, ins Waschbecken uriniert, ist das nur bedingt komisch. Und auch sonst werden so einige Klischees bemüht, um im Zusammenleben der beiden so gegensätzlich eingestellten Frauen Situationskomik zu erzeugen. Das aber wirkt dann doch eher traurig als belustigend.

Dass der Film nicht komplett scheitert, ist nur den beiden Hauptdarstellerinnen zu verdanken, die ihre Rollen wirklich glaubwürdig und konsequent durchhalten. Dabei gelingt es vor allem Tina Fey, so etwas wie Mitgefühl mit Kate zu erzeugen, das einen wenigstens ein bisschen in die Handlung involviert. Dennoch wird die Oberflächlichkeit zu keiner Zeit überwunden, und man hätte sich gewünscht, es wäre manchmal deutlich auf die Bremse getreten worden.

Wertung: 4 von 10 Punkten

(Mick)