BAD NEIGHBORS 2
Darsteller:  Seth Rogen, Rose Byrne, Zac Efron, Chloë Grace Moretz
Regie:  Nicholas Stoller
Dauer:  92 Minuten
FSK:  freigegeben ab 12 Jahren
Website:  www.de-neighbors.tumblr.com
 

Wir müssen uns nicht groß umgewöhnen in der Fortsetzung der etwas anderen College-Komödie, für die nach dem erfolgreichen ersten Teil auch hier wieder Regisseur Nicholas Stoller verantwortlich zeichnet. Das ist ziemlich schade, denn gerade die Kollision partyverrückter Studenten mit ihren schon etwas gesetzteren Nachbarn war neu und machte den Reiz des Films aus. Wie so häufig bei Sequels ist jetzt aber leider nur ein seichter Aufguss des Erstlings herausgekommen, bei dem eigentlich nur das Geschlecht des Partyvolks vertauscht wurde.

Mac (Seth Rogen) und Kelly Radner (Rose Byrne) wollen sich, nachdem sie sich ja erfolgreich gegen die wilde Studentenverbindung nebenan verteidigt haben, nun bezüglich ihres Wohnortes verbessern und dazu ihr Haus veräußern. Ein Käufer ist auch schnell gefunden, nur haben sie sich nicht ganz so eindringlich mit den Vertragsdetails beschäftigt und die Klausel übersehen, die dem Käufer ständiges Besichtigungs- und Rücktrittsrecht binnen eines Monats zusichert. Und als kurze Zeit später die neugegründete Studentinnen-Verbindung (wohlgemerkt mit kleinem „I“, schließlich sind wir im prüden Amerika) ins Nachbarhaus zieht, geht der Spaß aus dem ersten Teil von vorne los.

Auf der anderen Seite will sich nämlich die frischgebackene Studentin Shelby (Chloë Grace Moretz) ihre neuerlangte Freiheit nicht von ihren spießigen Nachbarn vermiesen lassen. Die hat genug von den sexistischen Verbindungen ihrer männlichen Kommilitonen und Partyverboten für Schwesternschaften und stellt deswegen kurzerhand ihr eigenes Ding auf die Beine. Bereitwillige Unterstützung erhält sie dabei von Teddy (auch Zac Efron darf wieder sein Sixpack in die Kameras halten), der ja mit den Radners noch eine Rechnung offen hat und den Mädels in allen Lebenslagen mit Rat und Tat zur Seite steht. Das ist alles zwar ganz nett inszeniert, bringt aber, sieht man mal von der angedeuteten Feminismus-Komponente – der Versuch der „Political Correctness“ ist zumindest anerkennenswert – ab, wenig Neues. Fahrt kommt in die Geschichte erst, als die Mädels auf Teddys Dienste verzichten, und der sich gekränkt auf die Seite der Radners schlägt. Er stellt damit so etwas wie ihren V-Mann dar, der zwar längst enttarnt ist, aber immer noch das nötige Know-How mitbringt, wie dem Treiben nebenan am besten ein Ende zu bereiten ist.

Mit dieser Wendung entwickelt sich aus der etwas einfallslosen Fortsetzung tatsächlich noch ein recht unterhaltsamer Plot, der aber mit seinem nach wie vor bescheidenen Gag-Level immer noch nicht zu Begeisterungsstürmen hinreißt. Bleibt nur zu hoffen, dass all die Collegefilme weit überzeichnet sind und sich deutlich von der Realität unterscheiden, sonst: armes Amerika!



Wertung: 5 von 10 Punkten

(Mick)