BALLS OF FURY
Darsteller:  Dan Fogler, Christopher Walken, George Lopez
Regie:  Robert Ben Garant
Dauer:  90 Minuten
FSK:  freigegeben ab 6 Jahren
Weblink:  www.balls-of-fury.de
 

Tischtennis, einst der Kids liebster Zeitvertreib, dessen Basis oftmals schon der „Rundlauf“ auf dem Pausenhof legte, aber in der Folgezeit angesichts immer neuer Spielekonsolen etwas in Vergessenheit geraten, erlebt nun so etwas wie seine Renaissance als Kultspiel. Anfangs als Kneipensportart wiederentdeckt, sieht man jetzt immer häufiger wieder Jugendliche dem kleinen Plasteball hinterherhechten, was ja den Imagewandel vom Nerd- zum Trendsport ausdrückt. Wen wundert es da, dass sich auch die Filmindustrie des Themas annimmt und mitten in der Freiluftsaison diese Agentenkomödie in die Kinos bringt.

Es geht dabei um das ehemalige US-Tischtennis-Wunderkind Randy Daytona (Dan Fogler), der vor langer Zeit als hochgejubelter Teenie-Favorit die olympische Goldmedaille gegen einen fiesen DDR-Schergen verspielte und seitdem sein Loser-Image nicht mehr losgeworden ist. Mittlerweile mit seinen zirkusreifen Pingpong-Kunststückchen in schäbigen Varietéshows gelandet – hier zeigt die Tricktechnik, wie man mit einfachen Mitteln für viel Heiterkeit sorgen kann – gewinnt das FBI ihn für seinen Plan, dem chinesischen Gangsterboss Feng (Christopher Walken, bekanntlich kein Asiat!) das Handwerk zu legen. Der nämlich veranstaltet regelmäßig ein Tischtennisturnier nach guter alter „Mortal Combat“-Manier, zu dem er allerdings handverlesen nur die besten Cracks der Welt einlädt. Der Weg zu Feng führt für Randy also nur über einen harten Trainingsprozess beim blinden Großmeister Wong und seiner omnipotenten Tochter Maggie, die auch schon mal mit fünf Gegnern gleichzeitig fertig wird.

Obwohl der Plot doch sehr einfach gestrickt daherkommt, gibt es immer wieder was zu Lachen, sei es nun der übertriebene Umgang mit Stereotypen oder der gezielte Einsatz der Computersimulation – wer wollte nicht schon mal sehen, wie man mit einem hölzernen Kochlöffel statt einem Schläger spielen kann? So nimmt die von vorne bis hinten schwachsinnige Geschichte ihren vorhersehbaren Lauf, sorgt aber durch eben diese Schwachsinnigkeit und einige gelungene Gags für Belustigung.

Wertung: 7 von 10 Punkten

(Mick)