BASIC INSTINCT 2
Darsteller:  Sharon Stone, David Morrissey, Charlotte Rampling
Regie:  Michael Caton-Jones
Dauer:  116 Minuten
Weblink:  www.basicinstinct2.film.de
 

Sie lebt nicht mehr in San Francisco, sondern in London - doch sie gerät wieder in Mordverdacht. Die für ihr gereiftes Alter immernoch attraktive Krimi-Bestsellerautorin Catherine Tramell (Sharon Stone) versenkt ihren noch weitaus attraktiveren Spider nach einem Unfall in der Themse - und ihr voll Drogen gepumpter Beifahrer, ein Fußballstar, ertrinkt. Der Scotland Yard-Inspektor Roy Washburn (David Thewlis) ist sicher, dass Absicht im Spiel war und der Fußballer vorher durch eine besondere Spritze von Tramell schachmatt gesetzt wurde. Als die Verdächtigte Kautionsantrag stellt, wird der Psychoanalytiker Dr. Michael Glass (David Morrissey) beauftragt, ein psychiatrisches Gutachten zu erstellen, und obwohl er sie für gefährlich weil permanent nach Gefahr strebend einschätzt, kommt Tramell schließlich auf freien Fuß. Weitere Todesfälle folgen bald - der Lover von Glass Exfrau, schließlich auch diese ... Glass weiß nicht, ob er der inzwischen zu seiner Privatpatientin gewordenen Tramell mehr misstrauen oder verfallen soll. Irgendwie hat sie ihn nämlich mit ihrer betörenden Lässigkeit und ihren ständigen Sexgeschichten so heiß gemacht, dass er ihr trotz aller inneren Bedenken nicht widerstehen kann, obwohl ihn seine Mentorin Dr. Milena Gardosh (Charlotte Rampling) hiervor warnt. Da Glass auch Washburn nicht voll vertraut, gerät er zwischen die Fronten und wird selbst nach und nach zum Spielball...

"Basic Instinct" war 1992 mit mehr als 350 Mio. Dollar Einspielergebnis ein riesiger Erfolg an den Kinokassen - der Nachfolger wird es sicher nicht werden. Die Story weiß trotz aller Bemühungen und aller Zeit zur Reife bei weitem nicht so zu begeistern wie einst, David Morrissey ist kein Michael Douglas, und Sharon Stone ist trotz einiger Nacktszenen, offensichtlich chirurgischer Hilfe an verschiedenen Körperpassagen und nach wie vor lasziv kühler Blicke nicht mehr der betörende Feger von einst. Bei einigen Akteuren hat man das Gefühl, als seien sie minderwertige Ersatzspieler für Stars, die einfach nicht bei diesem lang brachliegenden Projekt mitmachen wollten - David Morrissey wirkt wie ein blasser Abklatsch von Bill Pullman, David Thewlis wie eine misslungene Mischung aus Kiefer und Donald Sutherland. Ganz so grottig wie es klingen mag ist dieser Film aber dann doch nicht, optisch teilweise nett gemacht und auch nicht komplett spannungslos. Man hat schon viele schlechtere Sequels gesehen, aber auch weit bessere.

Wertung: 4 von 10 Punkten

(Tobi)