BEE MOVIE - DAS HONIGKOMPLOTT
Animation
Regie:  Steve Hickner, Simon J. Smith
Dauer:  90 Minuten
 

Hier ist jetzt mit den Bienen die nächste Art, die nach Fischen, Ameisen, Bären, Ratten und allerlei anderem Getier für einen Animationsfilm herhalten muss. Aber so sehr man sich auch nach etwas mehr Abwechslung sehnen mag, der Erfolg gibt dem Konzept all dieser Filme recht, denn sie ziehen einfach immer wieder mit der Hauptzielgruppe ganze Familien in Scharen in die Kinos, und niedlich anzusehen sind sie ja auch allemal.

Dreamworks, das Studio, das bei den Animationen unter anderem für die „Shrek“-Filme verantwortlich zeichnete, bringt diesmal zusammen mit US-Topcomedian Jerry Seinfeld als Produzent und Drehbuchautor das Abenteuer der kleinen Honigbiene Barry an den Start.

Frisch aus dem College in das mannigfaltige Jobangebot des weltumspannenden Honigproduktionskonzerns Honex entlassen, stellt sich dem alsbald die Zukunftsfrage. Und da sich der, wie wohl jeder Zuschauer auch – schließlich schaffen gleiche Ansichten Sympathie und Identifikation - etwas anderes vorstellen kann, als tagein tagaus den gleichen Produktionsjob zu erledigen, treibt ihn seine Abenteuerlust zur Pollensammler-Fliegerstaffel, um sich mal die große, weite Welt anzuschauen.

Das gibt dem Team die Chance, zu zeigen, wie weit die Animationstechnik schon gekommen ist, denn man hat Dank der realistischen Darstellung trotz des etwas steril geratenen Designs bei den Flugsequenzen tatsächlich ein gewisses Freiheitsgefühl. Doch kaum in der Freiheit angekommen, wird Barry auch schon von einem Regenschauer überrascht, der ihn in die Wohnung der Blumenhändlerin Vanessa verschlägt. Und so kommt man auch schon zum eigentlichen Kern der Geschichte.

Der nämlich besteht in der netten Idee, dass Bienen und Menschen miteinander kommunizieren können, wenn es den Bienen auch per Gesetz streng untersagt ist. Und wo sich vorherige Filme eher realitätsnah mit stummer Koexistenz von Mensch und Tier begnügten, eröffnet diese Fähigkeit die Möglichkeit der Beziehung zwischen sowieso schon mit menschlichen Attributen ausgestattetem Tier und Mensch.

So schließt Barry nicht nur Freundschaft mit Vanessa, sondern macht sich auch gleich auf – ein bisschen Gesellschaftskritik macht sich ja immer gut – in den Kampf gegen das ausbeuterische Verhältnis der Menschen zu den Bienen. Dieser Feldzug, der sich bald auch noch als lebensbedrohend für die gesamte Pflanzenwelt entpuppt, sorgt für den Spannungsbogen, der den Streifen zu einem kurzweiligen, wenn auch sehr glattgebügelten, Vergnügen macht.

Wertung: 6 von 10 Punkten

(Mick)