Big Fish



D: Ewan McGregor, Steve Buscemi, Albert Finney, R: Tim Burton, 125 Min.

"Big Fish" erzählt die Geschichte von Edward Bloom (Albert Finney) und seinem Sohn Will (Billy Crudup). Beide haben sich zerstritten, nachdem Will die Nase voll hatte vom ewigen geschichtenerzählen seines Vaters. Für Fremde sind die verrückten Stories aus seinem Leben zwar interessant und erheiternd, Will aber kann sie nicht mehr hören - vor allem weiß er selbst nicht, wo zwischen all den unmöglichen Stories denn die Wahrheit in der Vergangenheit des Vaters liegt. Als Edward im Sterben liegt, reden beide nach drei Jahren wieder einmal miteinander, und Will versucht, seinem Vater Fakten zu entlocken. In mehreren Rückblenden sieht man dann einige der phantasievollen geschichten, die Edward immer erzählt. den jungen Edward spielt hierbei Ewan McGregor. Mit einem Riesen verlässt er seine Heimatstadt, kämpft in einem magischen Wald gegen mordlüsterne Fabelwesen, findet dann die perfekte Stadt voller glücklicher Menschen, lebt mit einem Werwolf im Zirkus, gewinnt mit einem Meer an Narzissen das Herz seiner Ehefrau Sandra, später den Zweiten Weltkrieg quasi im Alleingang. Wundervolle, reizende Geschichten, die Edward sich da ausgedacht hat - oder entspringt vielleicht doch nicht alles seiner Fantasie?

"Big Fish" ist ein sehr kurzweiliger, bunter, witziger Film, der klar die Handschrift von Regisseur Tim Burton ("Nightmare Before Christmas", "Beetlejuice", "Edward mit den Scherenhänden") trägt. Keiner versteht es so wie er, den Zuschauer in verrückt bizarre Zauberwelten zu entführen. Auch dieser Film macht wieder sehr viel Spaß mit seiner ausgewogenen Mischung aus Fantasiegeschichten, Romantik und Familienzwist. Ewan McGregor ist mit seinem entwaffnenden Lächeln die perfekte Besetzung für den jungen Edward, aber auch alle anderen Rollen sind stark besetzt, mit Danny DeVito als tierischem Zirkusdirektor, Albert Finney und Jessica Lange als altes Ehepaar Bloom sowie vielen mehr.

Wertung: 9 von 10 Punkten

(Tobi)