Big Mama's Haus

D: Martin Lawrence, Nia Long, Paul Giamatti, R: Raja Gosnell, 120 Min.

Martin Lawrence kennt man aus diversen Filmen unterschiedlichsten Niveaus. Im witzigen, actionreichen "Bad Boys" wusste er an der Seite von Will Smith erstmals richtig in Erscheinung zu treten. Später sah man ihn im langweiligen, ärgerlichen "Der Diamantencop", zuletzt neben Eddie Murphy im nachdenklicheren "Lebenslänglich". Mit "Big Mama's House" gibt es Lawrence nun wieder in einer reinen Komödie, und zwar einer guten.
Malcolm Turner (Martin Lawrence) ist Polizist und als Meister der Tarnung Schreck aller Ganoven. Zusammen mit einem Kollegen (Paul Giamatti) bekommt er den Auftrag, den brutalen, flüchtigen Bankräuber Lester (Terrence Howard) aufzuspüren und wieder hinter schwedische Gardinen zu bringen. Da die Cops vermuten, dass sich Lester bei seiner Ex-Freundin Sherry (Nia Long) melden wird, die unter Umständen mehr über das niemals aufgetauchte Geld aus dem damaligen Raub wissen könnte, hängen sie sich an ihre Fährte. Als Sherry erfährt, dass Lester ausgebrochen ist, flieht sie mit ihrem Sohn. Da sie nicht so recht weiß, wohin eigentlich, macht sie sich auf den Weg zu ihrer Oma Big Mama (Ella Mitchell). Selbige heißt nicht umsonst Big Mama, ist sie doch alles andere als schmächtiger Statur und auch sonst mit reichlich Durchsetzungsvermögen gesegnet. Noch bevor sich Sherry bei ihr meldet, bekommt Big Mama einen Anruf, dass eine nahestehende Person in Not ist, und prompt verlässt sie die Stadt. Um Sherrys Fährte nicht zu verlieren, nehmen die Cops, gerade in Big Mamas leerstehendem Haus zugange, ihren Anruf an und tun so, als ob sich Big Mama auf den Besuch ihrer Enkelin freuen würde. Was nun? Keine Big Mama in Sicht, also bastelt man sich mit Polizeimethoden eine - Malcolm verwandelt sich in Big Mama, um zu erkennen, dass deren Alltag alles andere als langweilig ist, muss er doch nicht nur Hebamme spielen, sondern auch für Sherry kochen und sich Mühe geben, Sherrys Reizen zu widerstehen.
Die Handlung von "Big Mama's Haus" klingt nicht besonders neuartig, jedoch ist sie wirklich nett gemacht und umgesetzt. Die Witze sind meist nicht zu platt, und so hat man viel Freude am Wechselspiel des Martin Lawrence von Malcolm zu Big Mama und dazwischen hin und her. In puncto Maske ist dies auch noch einmal zu loben, es ist wirklich imposant, wie lawrence zur alten, dicken Frau wird. Ein einfach locker flockiger Film, bei dem man sich bestimmt nicht ärgert, ihn sich angeschaut zu haben.

Wertung: 7 von 10 Punkten

(Tobi)