Black Hawk Down



D: Josh Hartnett, Ewan McGregor, Tom Sizemore, R: Ridley Scott, 142 Min.

Nach dem Ausbruch des Bürgerkriegs 1990 im sowieso schon sehr armen Somalia entsandte die UNO 1992 Friedenstruppen in das afrikanische Land. Am 3. Oktober 1993 machte sich eine US-Eliteeinheit auf, den Clanführer Aidid in der Hauptstadt Mogadischu festzunehmen. Aus dem eigentlich gut geplanten Einsatz, der nicht länger als 30 Minuten dauern sollte, entwickelte sich eine 16-stündige Schlacht zwischen den US-GIs und aufgebrachten Somalis, wobei zwei US-"Black Hawk"-Hubschrauber vom Himmel geholt und 18 Amerikaner getötet sowie 73 verletzt wurden. Auf Seiten der Somalis gab es über 500 Tote. Nach dieser Eskalation zog die UNO 1994 ihre Truppen wieder ab. Ridley Scott ("Alien", "Gladiator") machte sich nun daran, die missglückte Militäraktion im Oktober 1993 zu verfilmen.

Mit Josh Hartnett und Ewan McGregor spielen zwei Teenie-Lieblinge in einem Streifen mit, der brutaler und schockierender ist als die meisten zuvor gedrehten Kriegsfilme. Optisch und auch in puncto Sound ist der Film sehr gut gemacht, und auch die Handlung entspricht wohl dem, was 1993 wirklich passiert ist - allerdings natürlich schwer amerikanisch eingefärbt - die Probleme und das Leiden der Somalis werden vernachlässigt. Trotz seiner Länge wird "Black Hawk Down" nie langweilig, viel zu furchtbar und schonungslos ist das, was man sieht. Für schwache Gemüter sicher nichts, dieser insgesamt gute Streifen, der einen schwer schlucken lässt.

Wertung: 8 von 10 Punkten

(Tobi)