DAS BOURNE ULTIMATUM
Darsteller:  Matt Damon, Julia Stiles, Joan Allen, David Strathairn
Regie:  Paul Greengrass
Dauer:  115 Minuten
FSK:  Freigegeben ab 12 Jahren
Weblink:  movies.uip.de/dasbourneultimatum
 

Es sind diese furchtbaren Erinnerungsfetzen, bruchstückhaft – weiß geflieste Räume im kalten Neonlicht, Atemnot, während er gewaltsam unter Wasser gedrückt wird – die ihn nicht zur Ruhe kommen lassen. Geister seiner Vergangenheit, die er einfach los werden muss.

Nachdem Topagent Jason Bourne (Matt Damon) in den ersten beiden Teilen schon mehr über seine wirkliche Identität und frühere Aufträge erfahren und danach untertauchen wollte, geht es ihm jetzt darum, herauszufinden, wie er überhaupt zu dieser Killermaschine der Geheimdienste werden konnte und wer dafür verantwortlich ist.

Also taucht er wieder auf und gerät sofort wieder ins Fadenkreuz von speziell auf ihn angesetzten Killereinheiten. Da den Geheimdiensten nämlich ganz und gar nicht an einer Aufklärung ihrer dubiosen Killerprojekte gelegen ist, an denen er ja nicht unerheblich beteiligt war, schicken sie mal wieder ihre Schergen aus, die die personifizierte drohende Gefahr beseitigen sollen.

Ganz wie schon von den Vorgängern gewohnt, entwickelt sich komplett ohne Anlaufzeit, das alte, rasante Katz-und-Maus-Spiel. Und das ist auch schon das Hauptmanko des Films, irgendwie hat man das alles schon mal gesehen. Natürlich geht es wieder zu ganz neuen Schauplätzen, lernt man neue Hinterhalte und Wege des Entkommens kennen, aber grundsätzlich ändert sich am Konzept „Bourne gegen den Rest der Welt“ nicht besonders viel.

Doch dass auch diesmal wieder „Bourne“ drin ist, wo „Bourne“ drauf steht, ist ja auch schon einiges wert. Denn man wird wieder Zeuge atemberaubender Verfolgungsjagden, bei denen einen die wilde, wacklige Handkamera geradezu in die Leinwand hineinzieht. Dazu bekommt man auch noch das eine oder andere übermenschliche Manöver geboten – entdeckt man hier gar ganz James Bond-like ein Augenzwinkern zwischen all den brutalen Jagden? – also das gesamte Actionpaket. Und doch, so fair muss man sein, hält die Handlung die eine oder andere Wendung für einen bereit, die man nicht unbedingt erwarten konnte. So gelingt es Bourne tatsächlich, das System von innen zu bekämpfen, indem er Mitarbeiter auf seine Seite zieht. Das lässt ja schon einiges für Teil vier erwarten.

Wertung: 7 von 10 Punkten

(Mick)