The Calling

D: Laura Harris, Richard Lintern, Alex Roe-Brown, R: Richard Caesar, 91 Min.

Vor 2000 Jahren sandte Gott uns den Erlöser, und seither grübelte der Teufel, was er denn entgegen zu setzen hätte. Nun plötzlich scheint ihm eine Idee in die behörnte Birne geschossen zu sein, und so entschließt er sich, ebenfalls einen Sprössling in die Welt zu setzen. Hier setzt "The Calling" an. Kristie (Laura Harris) ist eine junge Frau, die glücklich zu sein scheint. Mit Marc (Richard Lintern) hat sie einen schicken, erfolgreichen Mann geheiratet und lebt mit ihm und ihrem Sohn Dylan (Alex Roe-Brown) in einem hübschen Haus auf der Isle Of Man. Irgendwas aber scheint nicht zu stimmen, sind ihre Erinnerungen an Dylans Zeugung in der Hochzeitsnacht doch lückenhaft, dunkel und mystisch - was ihr allerdings jetzt erst bewusst zu werden scheint, als merkwürdige Dinge passieren. Ein befreundeter Junge verschwand am Tag von Dylans Geburt, damals, und der Sohnemann entwickelt plötzlich kalte, brutale Seiten, die Kristie nicht an ihm kannte. Gut, man weiß, worauf der Film hinauswill - nicht Marc ist der Vater des Jungen, sondern der Teufel persönlich, worüber die junge Frau von einem leicht pennerhaft wirkenden Taxifahrer aufgeklärt wird. Zuerst glaubt Kristie kein Wort, dann aber überschlagen sich die Ereignisse - ihre beste Freundin wird gekillt, der Hund beißt ins Gras und Marc scheint auch nicht mehr nur ihr zugetan zu sein. Also beginnt unsere vermeintliche Heldin ihren Kampf gegen das Böse...
"The Calling" versucht die ganzen 91 Minuten lang, irgendwie Spannung zu erzeugen, was komplett misslingt. Die Vorstellung vom Teufel als Erzeuger des Sohnes reicht bei weitem nicht aus, und dunkle Bilder, ein Schuss Mystik sowie ein diabolisch dreinblickender Knirps machen noch lange keinen zweiten "Rosemaries Baby", nein, hiervon ist man meilenweit entfernt. Der Film enttäuscht in allen Punkten. Die Dialoge sind oftmals beinahe lächerlich mies, die Handlung wirkt krampfhaft herbeigeschrieben und entbehrt jeglicher positiv auffallender Szenen. Schauspielerisch wirken die Darsteller in dieser Farce mehr als verloren und passen sich dem Niveau voll an. Fazit: einer der miesesten Filme des Jahres.

Wertung: 1 von 10 Punkten

(Tobi)