Catwoman



D: Halle Berry, Sharon Stone, Benjamin Bratt, R: Jean-Christophe Pitof Comar, 104 Min.

Nach den Erfolgen von Spider-Man schien es an der Zeit, mal wieder eine Superfrau auf die Leinwand zu bringen - Supergirl ist ja schon Lichtjahre her. Besetzungstechnisch hat man gleich mal mit Halle Berry eine von Hollywoods aktuellen Top-Frauen verpflichtet - wohl auch, um Männerscharen ins Kino zu locken, denn sexy Halle in schwarzem, knappen Leder lässt sich zweifelsohne gut anschauen, und wenn diese dann noch katzentechnisch den Hintern wackeln lässt... Fragt sich bloß, ob die Handlung des Films mithalten kann.

Wie bei allen diesen Superduperheldenfilmen sieht man zuerst einmal, wie aus Normal-Mensch etwas ganz, ganz Besonderes wird. Typischerweise ist dieser Normalo ein bescheidenes Wesen, so auch hier. Patience Philips (Halle Berry) arbeitet als Grafikdesignerin für einen großen Kosmetikkonzern, der von einem harten Chef (Lambert Wilson) und seiner Frau (Sharon Stone) skrupellos geleitet wird. Er verkörpert die Macht, sie war lange Jahre das Werbegesicht des Konzerns, wird nun aber durch eine jüngere Schönheit ersetzt, was an ihrem Ego kratzt. Als Patience durch Zufall mitbekommt, dass das kurz vor der Markteinführung stehende neue Superprodukt "Beau-Line" langfristig schwer schädlich ist, was der Konzern aber bewusst verheimlichen will, soll sie ausgelöscht werden. Durch chemische Abfälle stirbt sie, wird aber von einer Katze wieder zum Leben erweckt. Nun ist sie Catwoman - was sie anfangs nicht weiß, nach und nach aber feststellt. Nebenbei verliebt sie sich in einen Polizisten (Benjamin Bratt) und wird zur Diebin, bevor sie sich aufmacht, nach der Ursache ihres Kurzzeit-Todes zu suchen, dann den Konzern zu bekämpfen.

Vor zwei Jahren gelang Regisseur Pitof mit dem Fantasy-Drama "Vidoq" ein starkes Debüt, an dessen Klasse er hier nicht anknüpfen kann. Stellenweise sind starke Bilder zu sehen, ansonsten aber eher Normalitäten mit einer ab und an merkwürdig ruckartig animierten Catwoman, die alles andere als geschmeidig über Häuserdächer hüpft. Die Handlung ist mittelprächtig und etwas langatmig, aber mal ganz ehrlich, eine tolle Story hatte man ja auch nicht erwartet. Vor allem sind es Dialoge, über die man sich ärgert. Hier wird nach Witzigkeit gesucht, sie wird aber nicht erreicht. Mal was Gutes: Sharon Stone spielt eine starke Bösewicht-Rolle und balanciert zwischen Schön- und Kühlheit, während man Halle Berry schon weit besser gesehen hat ... und trotzdem sieht sie natürlich gut aus im knappen Schwarzen. Mittelmäßig.

Wertung: 5 von 10 Punkten

Zusatzinfo: Der Titelsong "Scandalous" von der Band Mis-Teeq wurde von Claus Badelt komponiert (u.a. "Fluch der Karibik" und Werner Herzogs "Invincible").

Mehr zum Film findet man auf www.catwoman-derfilm.de.



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