CENTRAL INTELLIGENCE
Darsteller:  Dwayne Johnson, Kevin Hart, Amy Ryan, Danielle Nicolet
Regie:  Rawson Marshall Thurber
Dauer:  114 Minuten
FSK:  freigegeben ab 12 Jahren
Website:  upig.de/micro/central-intelligence
 

Nun also im Duett mit Dwayne Johnson: War Kevin Hart schon in den beiden Teilen von „Ride Along“ an der Seite von Ice Cube auf den Part des Sprüche klopfenden Taugenichts festgelegt, so füllt er diesen neben dem gigantischen Wrestler „The Rock“ mindestens ebenso gut aus. Anders als vorher im Polizeidienst kommt aber seine Figur des Buchhalters Calvin Joyner hier zu ihrer Rolle wie die Jungfrau zum Kinde.

Einst gefeierter Star und Everybody's Darling seiner Highschool, kontaktiert ihn kurz vor ihrem Jahrestreffen der damalige Jahrgangs-Prügelknabe Bob Stone (Johnson), der bei ihm schon fast in Vergessenheit geraten ist. Beim abendlichen Bierchen um der alten Zeiten Willen traut er dann aber seinen Augen kaum, so beeindruckend ist jetzt die Erscheinung des ehemaligen Underdogs. Kaum zum Austausch von Komplimenten gekommen, befinden sie sich kurz darauf auch schon in einer handfesten Auseinandersetzung, bei der es beileibe nicht bleiben soll.

Rawson Marshall Thurber („Wir sind die Millers“) inszeniert den Buddy-Movie wieder mit einigem komödiantischem Geschick, das es allerdings auch braucht, so flach wie die Geschichte sonst daher käme. Natürlich kommen die folgenden Verwicklungen in einen Spionagefall nicht von ungefähr, und entpuppt Calvin sich mit seinen Buchhalterfähigkeiten sehr bald als Mittel zum Zweck für den durchtriebenen Agenten Stone, der wiederum durch seine Kenntnis streng vertraulicher Informationen ins Visier gleich mehrerer Parteien gerät. Dabei nimmt er Calvin nur allzu gerne mit und stürzt damit den unbedarften Familienmenschen von einer Extremsituation in die nächste.

Das ist zwar nicht besonders anspruchsvoll, hält aber dank einiger Wendungen im Plot das anfänglich angeschlagene hohe Tempo erstaunlich lange. Vor allem der Interaktion unserer beiden Protagonisten und dem dabei zeitweise aufflackernden Witz der Dialoge ist es dabei jedoch geschuldet, dass keine große Langeweile aufkommt, und auch die zwanzigste Schießerei mit überraschender Geduld hingenommen wird. So ist dann unterm Strich doch noch ein erfrischender Action-Streifen herausgekommen, der sich durch sein humoristisches Augenzwinkern vom bekannten Einheitsbrei abhebt.



Wertung: 7 von 10 Punkten

(Mick)