CHUCK UND LARRY - WIE FEUER UND FLAMME
Darsteller:  Kevin James, Adam Sandler, Jessica Biel, John Boyd
Regie:  Dennis Dugan
Dauer:  98 Minuten
FSK:  Freigegeben ab 12 Jahren
Weblink:  movies.uip.de/chuckundlarry
 

Sein Beruf als Feuerwehrmann birgt schon so seine Risiken, doch so richtig bewusst wird es Larry (Kevin James, bekannt aus der TV-Serie „King of Queens“) erst, nachdem er bei einem Einsatz gut fünf Meter in die Tiefe gestürzt ist. Und da kommt ihm seine alte Lebensversicherung zur Absicherung seiner Kinder wieder in den Sinn, die er nach dem Tod seiner Frau schon längst hätte umschreiben lassen sollen. Aber diese Frist hat er leider versäumt, und nun profitieren seine Kinder Dank einer blöden Vertragsklausel nur in dem Falle, dass er wieder heiratet oder zumindest in einer eheähnlichen Beziehung lebt. Das jedoch kann er sich überhaupt nicht vorstellen, da er den Verlust seiner großen Liebe noch immer nicht überwunden hat.

Da kommt sein Arbeitskollege und bester Kumpel Chuck (Adam Sandler) ins Spiel, denn die Vertragsklausel gilt auch für gleichgeschlechtliche Beziehungen, und Chuck schenkt er nun mal mehr Vertrauen als jeder Frau. Selbstverständlich nimmt die Versicherungsgesellschaft ihr Verhältnis mit regelmäßigen Kontrollen genau unter die Lupe, und so muss der Schein nicht nur auf dem Papier sondern auch im täglichen Leben gewahrt werden.

Dies bringt im Folgenden allerlei Komplikationen mit sich: nicht nur müssen sie zusammenziehen und Chuck damit auf sein ausschweifendes Playboy-Leben verzichten, nein, ihr Fall wird sogar sehr bald ein Thema des allgemeinen Interesses, weil ein übereifriger Beamter (wunderbar schmierig: Steve Buscemi) sie öffentlich des Versicherungsbetruges bezichtigt. So wird daraus schnell eine groß angelegte Anti-Diskriminierungskampagne der Schwulenbewegung, die hinter der Verfolgung willkürliche staatliche Repressalien vermutet.

Natürlich wird hier auch mit den Klischees gespielt, Larrys Haus wird kurzerhand „andersrum“ eingerichtet und besonders auf „schwulen“ Müll geachtet, doch alles in allem bleiben die schlimmen Zoten aus, und man wundert sich, wie offen und gleichzeitig sympathisch mit dem Thema Homosexualität umgegangen wird. Ja, man kann sogar so etwas wie ein Plädoyer für Toleranz entdecken. Und auch wenn man teilweise ein bisschen viel der Political Correctness bekommt, so ist das Anliegen doch erkennbar. Angereichert wird das Ganze dann noch mit einer Prise Liebesverwicklungen, als sich Chuck zu allem Überfluss in ihre heiße Anwältin (Jessica Biel) verliebt, die in ihrem Klienten ganz vertrauensvoll den Teil eines schwulen Pärchens sieht, sich aber nach einigen Treffen mit iher neuen „Freundin“ merkwürdig zu ihm hingezogen fühlt.

Und so hat man alle Zutaten zusammen für eine kurzweilige, witzige Komödie über (und nicht auf Kosten von) Schwule, die trotz Mangels an Tiefgang keinen faden Beigeschmack hinterlässt.

Wertung: 7 von 10 Punkten

(Mick)