CONTRABAND
Darsteller:  Mark Wahlberg, Kate Beckinsale, Ben Foster, Giovanni Ribisi
Regie:  Baltasar Kormákur
Dauer:  109 Minuten
FSK:  freigegeben ab 16 Jahren
Website:  contraband-film.de
 

Der gute Mark Wahlberg scheint sich auf seine Rolle des einsamen Kämpfers gegen das Böse nun endgültig festgelegt zu haben. War er in seinen jüngsten Filmen schon allein gegen das Verbrechen unterwegs und ließ es dabei richtig krachen, so nimmt er es auch diesmal mit einer fiesen Gangsterbande auf. Allein seine Wahl der Mittel fällt hier ein wenig moderater aus, versucht er es hier doch ganz mit Deeskalation.

Chris Farraday (Wahlberg), dem das Schmuggelgeschäft von seinem Vater praktisch in die Wiege gelegt worden war, hat inzwischen den Pfad der Tugend betreten und versucht sich recht erfolgreich an einem bürgerlichen Leben als Familienvater mit eigener kleiner Firma. Dumm nur, dass sein junger Schwager Andy (Caleb Landry Jones) das ein bisschen anders sieht und die alten Verbindungen für regelmäßige Schmuggeljobs nutzt. Noch dümmer, dass einer davon gründlich schiefläuft, und die transportierten Drogen kurz vor dem Zugriff der Staatsorgane über Bord gehen müssen. Jetzt muss der feststellen, dass es bei seinen Auftraggebern mit Kulanz und höherer Gewalt nicht weit her ist und steht bei ihnen gewaltig in der Kreide. Noch dazu ist mit der Bande um den schnoddrigen Emporkömmling Briggs (wunderbar runtergekommen: Giovanni Ribisi) nicht zu spaßen und sind dessen Drohungen unmissverständlich.

Nun könnte man meinen, es sollte doch derjenige die Suppe auslöffeln, der sie sich auch eingebrockt hat, aber wie man das halt als vorbildlicher Familienmensch so macht, springt Chris seinem hilflosen Schwager zur Seite. Der Plan zur Beschaffung der erforderlichen Kohle: nochmal ein letzter großer Schmuggel auf einem Containerschiff, zumal er ja weiß, wie‘s geht und die alten Netzwerke schnell reaktiviert sind.

Kormákur, Hauptdarsteller und Produzent des isländischen Originals, versteht es in seinem Remake ausgezeichnet, das Tempo zu variieren. Er nimmt gekonnt den Fuß vom Gas, wenn es heißt, Chris‘ inneren Zwiespalt herauszuarbeiten so wie auch dessen unerwarteten Spaß daran, auf dem Schiff wieder zurück im Geschäft zu sein. Genauso zieht er dann aber auch im rechten Moment wieder an, als die unvermeidlichen Schwierigkeiten auftreten, und Spannung aufgebaut werden soll. So gelingt hier trotz eingermaßer stereotyper Verwendung des Hauptdarstellers die Umsetzung eines intelligenten Plots in überaus kurzweilige Kinounterhaltung.

Wertung: 7 von 10 Punkten



(Mick)