Daredevil



D: Ben Affleck, Jennifer Garner, Colin Farrell, R: Mark Steven Johnson, 104 Min.

Nach dem Erfolg von "Spider-Man" kommt nun der nächste Marvel-Comicheld als Realverfilmung ins Kino - "Daredevil", hierzulande nicht so bekannt wie der Spinnenmann. Als Kind hat Matt Murdock (Ben Affleck) bei einem Unfall durch Giftmüll sein Augenlicht verloren, seine anderen Sinne aber sind seither übernormal ausgeprägt. So kann er sich eigentlich fast wie ein Sehender bewegen und sieht vor dem inneren Auge Gegenstände und Menschen anhand von Schallwellen, besonders bei Regen. Matt arbeitet als Anwalt - tagsüber. Nachts verschafft er der Gerechtigkeit auf andere Weise Platz - als maskierter "Daredevil" knöpft er sich Verbrecher vor, so dass auch die Medien schon aufmerksam werden. Als er sich in Elektra (Jennifer Garner) verliebt, ändert sich sein Leben schlagartig - zuerst zum Positiven, da sie seine Liebe erwidert, dann zum Negativen, als ihr reicher Vater ermordet wird und sie "Daredevil" für den Mörder hält, ohne zu ahnen, dass Matt hinter der Maske steckt. Die toughe Lady nimmt sich vor, ihn auszuschalten...

Im Vergleich mit "Spider-Man" schneidet "Daredevil" deutlich schlechter ab. Nicht nur, dass einem die Story nun schon irgendwie bekannt vorkommt und die Umsetzung nicht komplett zu begeistern weiß, auch vermag der Film es nicht, die Spannung über die gesamte Strecke hoch zu halten. Konnte man bei "Spider-Man" ab und an auch mal herzlich lachen, geht es hier ernster zu - gewollt natürlich, aber die humoristischen Szenen vermisst man irgendwie. Nun ist es nicht so, dass "Daredevil" ein schlechter Film ist, schon gar nicht handwerklich - eben bloß nicht so mitreißend und gleichbleibend gut wie "Spider-Man".

Wertung: 6 von 10 Punkten

(Tobi)