The Deep End - Trügerische Stille



D: Tilda Swinton, Goran Visnjic, Jonathan Tucker, R: Scott McGehee und David Siegel, 100 Min.

Margaret Hall (Tilda Swinton) lebt mit ihrem kranken Schwiegervater und ihren drei Kindern in einem großen Haus am Lake Tahoe, während ihr Mann monatelang fort ist, da er auf See arbeitet. Lediglich der 17-jährige Sprössling Beau (Jonathan Tucker) bereitet ihr Sorgen, hat er in der Schwulenszene von Reno doch den älteren Darby (Josh Lucas) kennen gelernt, der keinen guten Einfluss zu haben scheint, außerdem ist ihr Beau noch zu jung für solche Liebeleien und Abende in Schwulenbars. Da Beau zuletzt sogar einen kleinen Autounfall im Beisein von Darby hatte, fährt Margaret nach Reno und bittet den Lover ihres Sohnes, sich fern zu halten. Dieser bietet ihr an, gegen Geld die Finger von Beau zu lassen, was sie ihrem Sohn auch erzählt, der es nicht glauben will. Nachts steht Darby plötzlich vor dem Haus der Halls und lockt Beau heraus. Im Bootshaus gibt es nach anfänglichen Zärtlichkeiten dann einen Streit, in dessen Verlauf Darby Beau schlägt, woraufhin dieser ins Haus rennt. Als Margaret am nächsten Morgen an den See geht, entdeckt sie Darbys Leiche, der anscheinend vom Steg auf einen Anker gefallen war. Um ihren Sohn aus allem heraus zu halten, schleppt sie die Leiche an ein anderes Ufer und versenkt sie dort - tief ist es aber nicht. Auch Darbys Auto lässt sie verschwinden, so dass sie glaubt, nichts würde mehr auf Beau hinweisen. Darbys Leiche wird gefunden, die Zeitungen berichten. Die Polizeit bleibt Familie Hall dann jedoch wirklich vom Hacken - dafür taucht Alek Spera (Goran Visnjic, bekannt aus "Emergency Room") auf und spielt Margaret ein Pornovideo vor, das Beau und Darby in Action zeigt. Für 50.000 Dollar bietet er ihr an, das Band verschwinden zu lassen. Doch wie soll Margaret in 24 Stunden so viel Geld auftreiben? Ihr Mann ist nicht erreichbar, die Bank will keine Kohle heraus rücken - keine Chance. Als sie nicht zum vereinbarten Treffen auftaucht, wird Alek ungeduldig und fährt zum Haus der Halls, wo der Schwiegervater gerade nach einem Herzanfall mit dem Tod ringt. Alek hilft, ihn zu retten, macht Margaret aber klar, dass sein Chef das Geld sehen will. Es wird klar, dass Alek eigentlich gar nicht so ein böser Bursche ist, jedoch ist er nur ausführendes Organ und kann Margaret nicht entgegen kommen. Was tun?

"The Deep End" ist ein Film, der wunderbare Bilder vom Lake Tahoe bietet, in puncto Handlung aber leider auch einige Defizite. Warum Margaret die Leiche von Darby nicht mitten im See versenkt, wo sie niemand finden kann, bleibt ihr Geheimnis. Selbst, wenn man hierüber hinweg sieht, vermögen die Regisseure nicht, wirkliche Spannung zu erzeugen. Mittelmäßig.

Wertung: 5 von 10 Punkten

(Tobi)