Die purpurnen Flüsse

D: Jean Reno, Vincent Cassel, R: Mathieu Kassovitz

"Die purpurnen Flüsse" entführt in die Bergwelt der Alpen, wo in dem kleinen, hübschen, schon beim Anblick Urlaubslust bereitenden Dorf Guernon in der Nähe von Grenoble ein Mord geschehen ist, zu dessen Aufklärung der verschrobene Kommissar Niémans aus Paris in die Abgeschiedenheit kommt. Jean Reno, bekannt aus "Leon - der Profi" oder "Godzilla", spielt den muffeligen Einzelgänger, eine wie für ihn geschaffene Rolle. Ganz zu seinem Unmut muss er sich nicht nur mit der Leiche, sondern auch noch mit dem jungen, flippigen Kollegen Max Kerkerian herum schlagen. Dieser, verkörpert vom Shooting Star Vincent Cassel ("Johanna von Orléans"), verfolgt nach einer 300 km entfernten Grabschändung eine Spur bis nach Guernon, und plötzlich arbeiten die beiden extrem unterschiedlichen Polizisten am gleichen Fall. Aus einer Leiche werden im Laufe der Zeit mehrere, die unglaublichen Motive des Serienkillers werden nach und nach klarer, eine schöne Frau kommt natürlich auch ins Spiel, die Schönheit der Alpen wird optisch reizvoll genutzt, und - kaum zu glauben - ab und an verstehen sich Niémans und Kerkerian sogar ein bisschen. Regisseur der "purpurnen Flüsse" ist Mathieu Kassovitz, den man auch als Darsteller aus "Jakob der Lügner" oder "Das fünfte Element" kennt. Nichts für schwache Nerven, was er dem Kinogänger hier vorsetzt.

Wertung: 7 von 10 Punkten

(Tobi)