Down with Love - Zum Teufel mit der Liebe!



D: Renee Zellweger, Ewan McGregor, David Hyde Pierce, R: Peyton Reed, 101 Min.

Im Jahr 1962 reist die leicht naive Landblondine Barbara Novak (Renee Zellweger) ins große New York, um für ihr Buch "Down with Love" einen Verlag zu finden. Da es davon handelt, wie Frauen es durch Verzicht auf das Verlieben (aber nicht auf Sex) schaffen können, sich von Männern zu emanzipieren, sind die Chefs im Verlag der fleißigen Lektorin Vikki (Sarah Paulson) zuerst nicht begeistert. Trotzdem geben sie Barbara eine Chance. In den ersten Tagen nach dem Erscheinen läuft das Buch überhaupt nicht gut, und auch das Interview mit dem stadtbekannten Journalisten Catcher Block (Ewan McGregor) vom Männermagazin "Know" platzt mehrfach - weil dieser stets irgendwelche Schäferstündchen der Verabredung vorzieht. Dann aber schafft Barbara es dank Vikki doch noch - das Buch wird ein weltweiter Renner und die Rollenverhältnisse der Geschlechter sind revolutioniert. Als Catcher auf Grund des Erfolgs Interesse zeigt, lässt Barbara ihn abblitzen. Jedoch weiß sie nicht, wie der Casanova aussieht, und so schlüpft er in die Rolle eines schüchternen Astronauten, um sie doch für sich zu gewinnen und eine große Enthüllungsstory unter dem Motto "Wie ich es schaffte, dass sich die Predigerin des Nicht-Verliebens in mich verliebte" zu schreiben...

"Down with Love" ist ein Film mit Stärken und Schwächen. Witzig ist die in Farben und Kostümen völlig überzogene Machart als knallbunter 60er-Jahre-Film, bei dem sogar die Effekte der damaligen Zeit angepasst wurden. Auch Renee Zellweger und Ewan McGregor können in ihren Rollen durchaus überzeugen. Nur besitzt der Film nicht den Charme dieser damaligen Romanzen mit Doris Day und Rock Hudson, die so stark zitiert werden. Die Story ist gar nicht mal so übel, jedoch wurde sie im Gegensatz zur Optik des Streifens etwas blass inszeniert. Sicherlich ein Film, bei dem die Meinungen stark auseinander gehen. Die einen werden das Kino beschwingt und fröhlich verlassen, andere gelangweilt. Mit zu viel Erwartung sollte man es zumindest aber nicht betreten.

Wertung: 5 von 10 Punkten

(Tobi)