DRAG ME TO HELL
Darsteller:  Alison Lohman, Justin Long, Jessica Lucas, David Paymer
Regie:  Sam Raimi
Dauer:  99 Minuten
FSK:  freigegeben ab 16 Jahren
Weblink:  movies.uip.de/dragmetohell
 

Back to the roots – Sam Raimi, Schöpfer der „Evil Dead“-Filme begibt sich nach seinem äußerst erfolgreichen Ausflug ins Mainstream-Kino mit der „Spiderman“-Trilogie nun wieder auf alte Pfade und präsentiert uns einen anständigen Horrorslasher. Der aber ist, soviel sei schon vorweg verraten, gewollt oder ungewollt eher trashig als slashig geraten, denn die Story ist doch recht dünn und erschöpft sich schon sehr bald.

Es geht um die junge Bankangestellte Christine (Alison Lohman), der eines Tages eine etwas mysteriöse Zigeunerin mit einem Darlehensanliegen gegenübersitzt, die ohne ihre Hilfe ihr Haus verlieren würde. Von ihrem Chef und ihrem Nebenbuhler um die erhoffte Beförderung unter Druck gesetzt, entscheidet sie sich gegen den Risikokredit und wird von der nun überaus ungehaltenen Alten noch in der Bank mit einem Fluch belegt. Der sorgt im Folgenden dafür, dass sie in regelmäßigen Abständen von einem bösen Geist heimgesucht wird und jetzt alles versucht, um den Fluch wieder loszuwerden.

Die Geisterattacken sind zwar liebevoll inszeniert, haben aber inklusive der aufklärenden Einleitung insgesamt ein bisschen zuviel von mystischem Hokus-Pokus. Da auch die Handlung nach einer guten halben Stunde kaum noch Neuigkeiten zu bieten hat, und die Charaktere weitgehend flach angelegt sind, sorgen nur die geradezu dreist eingestreuten Schockmomente für Adrenalinausschüttung. Bleibt nur, sich an den gezielt für Belustigung sorgenden Ekeleinlagen und dem einen oder anderen netten Einfall während der teilweise fast schon ironischen Actionsequenzen zu erfreuen. Die bieten zumindest einen neue Maßstäbe setzenden Zweikampf junge Frau gegen Oma, wenigstens das ist großes Kino.

Wertung: 4 von 10 Punkten

(Mick)