DIE RELATIVITÄTSTHEORIE DER LIEBE
Darsteller:  Katja Riemann, Olli Dittrich, Leonard Carow
Regie:  Otto Alexander Jahrreiss
Dauer:  96 Minuten
FSK:  freigegeben ohne Altersbeschränkung
Website:  www.liebe-film.de
 

Da dachte man doch eigentlich, dass die Zeit der deutschen Beziehungskomödien mit Katja Riemann in der Hauptrolle spätestens seit Ende der 90er vorbei wäre. Na ja, genau genommen spielt sie ja auch nicht eine sondern fünf Hauptrollen genauso wie ihr Kollege Olli Dittrich, dessen Fähigkeit als Tausendgesicht man ja auch schon in der Werbekampagne eines bekannten Elektronikfachmarkts bewundern durfte. Alles in allem aber ist das ein interessantes Projekt, das sich Drehbuchautor und Regisseur Jahrreiss hier ausgedacht hat.

Er schickt fünf grundverschiedene Paare, jeweils gespielt von Riemann und Dittrich, in den Kampf mit den Irrungen und Wirrungen vorhandener oder zukünftiger Liebesbeziehungen und lässt sie sich dabei schön aneinander abarbeiten. Und was zunächst ziemlich abgehoben klingt, ist doch wegen der Maske, der hiermit ein Sonderlob zugeht, und der bemerkenswerten schauspielerischen Leistung der beiden Hauptdarsteller erstaunlich glaubwürdig geworden. Zwar erkennt man hinter den einzelnen Charakteren sehr wohl noch den jeweiligen Schauspieler, die Figuren sind aber so unterschiedlich angelegt, das dies keineswegs lächerlich wirkt.

Dennoch folgen die einzelnen Geschichten, obwohl sie geschickt miteinander verwoben sind, doch weitgehend den gängigen Klischees und werden so relativ schnell langweilig. Denn ob nun die gelangweilte Latino-Ehefrau eines Berliner Taxifahrers auf der Suche nach Erfüllung oder der Yuppie-Werbebranchen-Vater bei der Wiederannäherung an seine Familie, sie alle gehen längst ausgetretene Wege, und auf eine überraschende Wende wartet man bis zum Ende vergebens. Das alles kann nur die liebevolle Interpretation der Figuren durch Riemann und Dittrich einigermaßen retten, die wirklich alles geben um gegen das schwache Drehbuch anzuspielen.

Wertung: 4 von 10 Punkten

(Mick)