DUMM UND DÜMMEHR
Darsteller:  Jim Carrey, Jeff Daniels, Rob Riggle, Laurie Holden
Regie:  Peter Farrelly, Bobby Farrelly
Dauer:  110 Minuten
FSK:  freigegeben ab 12 Jahren
Website:  dümmehr.de
Facebook:  www.facebook.com/dumm.DE
 

Da sind sie also wieder, unsere zwei liebenswürdigen, etwas unterbelichteten Helden Lloyd (Jim Carrey) und Harry (Jeff Daniels), die uns 20 Jahre nach Teil eins wieder Klamauk bis zum Abwinken um die Ohren hauen. Nach dem zwischenzeitlich gescheiterten Prequel "Dumm und Dümmerer" mit anderer Besetzung, bei der die Macher einsehen mussten, dass der Film einzig und allein von den beiden Hauptdarstellern getragen wird, ist man jetzt zusammen mit den Farrelly-Brüdern ("Kingpin - Zwei Trottel auf der Bowlingbahn, "Verrückt nach Mary"), die wieder für Regie und Drehbuch verantwortlich zeichnen, also wieder zurückgekehrt zu den Wurzeln.

Und die Geschichte steht hinsichtlich Schwachsinn der ersten ebenfalls in nichts nach: Harry erfährt, dass er eine Tochter hat, die für ihn als Spenderin die Rettung bei seinem offenbar lebensbedrohenden Nierenleiden verkörpert. Also schnappt er sich kurzfristig seinen Kumpel und Seelenverwandten Lloyd, der ihm 20 Jahre lang einen rollstuhlgefesselten Rekonvaleszenten vorgespielt hat, und macht sich auf die Suche nach ihr.

Nach alter Tradition stolpern die beiden bei ihrem Roadtrip wieder von einem Schlamassel in den nächsten und lassen auf dem Weg kaum einen Schenkelklopfer aus. Das war schon das Erfolgsgeheimnis des Erstlings und folglich wird das Prozedere frei nach dem Motto "Never change a running system" auch beibehalten. So ist der Film an Niveauarmut des Humors ein weiteres Mal kaum zu überbieten, aber gleichzeitig schaffen es die beiden Hauptdarsteller erstaunlicherweise wieder, so etwas wie ein Sympathiegefühl für ihre trotteligen Figuren zu wecken. Das sorgt dann bei aller Flachwitzigkeit doch dafür, dass Phasen der Langeweile tatsächlich eher die Ausnahme sind.

Sowieso muss man dem Film wirklich zugutehalten, dass er aus wenig sehr viel macht. Selbst wer mit dem schrägen Blödelhumor der Farrellys aber auch gar nichts anzufangen weiß, wird sich wundern, wie kurzweilig die knapp zwei Stunden sind. Das liegt einerseits an der schon erwähnten gewissen Sympathie, die einen das Geschehen trotz aller Realitätsferne nicht ganz unbeteiligt verfolgen lässt, andererseits aber auch an der recht flotten Inszenierung, die den Zuschauer keinen Moment zu lange in einer Situation gefangen hält. Was das Duo Carrey-Daniels mimisch zu bieten hat, steht ebenfalls außer Debatte, und so kriegt der Streifen, der - übrigens genauso wie sein unheimlich erfolgreicher Vorgänger - eigentlich zum grandiosen Scheitern verurteilt war, doch immer irgendwie die Kurve.



Wertung: 5 von 10 Punkten

(Mick)