Ein Date zu dritt

D: Matthew Perry, Neve Campbell, Oliver Platt, R: Damon Santostefano, 98 Min.

Stell dir vor, du siehst eine Komödie, kannst aber nicht lachen. Genau so verfehlt "Ein Date zu dritt" seinen Sinn, und dies von Anfang an. Oscar Novak (Matthew Perry) und Peter Steinberg (Oliver Platt) sind ein junges Architektenduo am Rande des finanziellen Nichts, das sich um die Gestaltung eines vom reichen Charles Newman (Dylan McDermott) finanzierten Kulturzentrums bewirbt, als einer von zwei Anwärtern auf die Ausführung. Als der heterosexuelle Oscar seinen homosexuellen Partner Peter freundschaftlich umarmt, denkt Newman, Oscar sei schwul, und heuert diesen daraufhin an, um seine Geliebte Amy (Neve Campbell) in den Momenten im Auge behalten zu können, in denen er sich seiner Frau oder anderen Dingen widmen muss. Klar, eifersüchtig wie er ist, scheint ihm ein schwuler Aufpasser als sichere Option, und da sich Oscar aufgrund der anstehenden Projektvergabe nicht traut, seine sexuellen Neigungen richtig zu stellen, nehmen die Dinge ihren Lauf. Oscar spielt auch für die Öffentlichkeit den stolzen Schwulen und verliebt sich hierbei natürlich in Amy, ohne es zeigen zu können. Soviel zur Handlung, welche einfach nur an den Haaren herbei gezogen wirkt, in so gut wie jedem Moment. Die Komik bleibt hierbei auf der Strecke. Kann man im Alltag über Missgeschicke anderer sicher oftmals lachen, so schlägt einem hier jedoch dummer Slapstick ins Gesicht. Hinfallen, versehentliche Schläge, Fallenlassen irgendwelcher Gegenstände, Kopfstoßen ... uah, wie langweilig. Die Szenen, in denen man wirklich mal, wenn auch nur für Sekunden, eine plötzliche Erheiterung verspürt, lassen sich an einer Hand abzählen, und so ist dieser Streifen einfach nur ärgerlich. Für Neve Campbell, die keine Scream-Queen mehr sein will, ist dies sicher kein Aufstieg in andere Sphären, im Gegenteil, sie wirkt genauso künstlich wie alles andere und alle anderen in dem Film. Dann lieber Horrorfilm, obwohl ich nicht weiß, ob mir hier nicht mehr Schauer über den Rücken liefen als bei "Scream". Zum Schluss bekommt der dümmliche Film sogar noch eine ernste Note verpasst, was ihn aber auch nicht retten kann. Der bisher ärgerlichste Streifen des Jahres. Miserabel!

Wertung: 1 von 10 Punkten

(Tobi)