EIN DORF SIEHT SCHWARZ
Darsteller:  Jonathan Lambert, Marc Zinga, Rufus, Aïssa Maïga
Regie:  Julien Rambaldi
Dauer:  96 Minuten
FSK:  freigegeben ohne Altersbeschränkung
Website:  www.fox.de/ein-dorf-sieht-schwarz
 

Aus Frankreich kommt ein Film über eine wahre Begebenheit aus dem Jahr 1975 ins Kino. Seyolo Zantoko (Marc Zinga) ist Arzt und stammt aus dem Kongo. Durch Zufall erfährt er davon, dass im kleinen Dorf Marly-Gomont in der Nähe von Paris ein neuer Arzt gesucht wird. Da er dies als Chance sieht, eine eigene Praxis zu haben, überredet er den im Wahlkampf steckenden Bürgermeister dazu, ihm eine Chance zu geben. Dieser ist skeptisch, da es noch nie einen Farbigen im Kaff gab, stimmt aber aus Mangel an Alternativen zu. Seyolo und seine Frau (Aïssa Maïga), die eher Pariser Stadtleben erwartet, sind hingegen von der Abgeschiedenheit geschockt, als sie mit ihren beiden Kindern in Marly-Gomont ankommen - und noch mehr von der offen spürbaren Ablehnung der Einwohner. Zu diesem Arzt wollen sie selbst bei Blessuren und Krankheiten nicht gehen, und so leben die vier Neubewohner in trister Einsamkeit, die in Hoffnungslosigkeit mündet. Der selbst jetzt noch stets gut gelaunte und optimistische Seyolo aber will nicht so leicht aufgeben...

Regisseur Julien Rambaldi erzählt die Geschichte in aller Ruhe und verzichtet fast komplett auf künstlichen Klamauk - mal abgesehen vom Besuch der Verwandten aus Afrika. Das ist einerseits positiv zu bewerten, die Handlung gibt aber insgesamt doch nicht genug her, um 96 Minuten lang zu unterhalten. Politisch gesehen sicher ein Film mit Botschaft, die auch heute noch aktuell ist, aber alles in allem doch zu langatmig.



Wertung: 5 von 10 Punkten

(Tobi)