Es bleibt in der Familie



D: Kirk Douglas, Michael Douglas, Rory Culkin, R: Fred Schepisi, 109 Min.

"Es bleibt in der Familie" beleuchtet die New Yorker Familie Gromberg. Anwalt Alex Gromberg (Michael Douglas) ist im Job erfolgreich, widmet sich nebenher aber freiwillig noch Obdachlosen als Tellerwäscher in einer städtischen Suppenküche. Dort wird er von einer Mitarbeiterin schwer angebaggert, doch zu seinem Glück wird ein Fremdgehen verhindert. Zuhause wartet nämlich Alexs Frau Rebecca (Bernadette Peters), eine Psychotherapeutin, mit der er eigentlich sehr glücklich ist. Ihre zwei Kinder Asher (Cameron Douglas) und Eli (Rory Culkin) haben so ihre eigenen Problemchen. Asher dealt mit Marihuana, jobbt als DJ und ist ein immerwährender Lebemann, der seine Uni mal wieder nicht abschließen wird in diesem Jahr. Der elfjährige Eli hat sich in eine punkige Mitschülerin verguckt und weiß nicht recht, wie er an sie rankommen soll. Komplettiert wird die Familie durch Alex Eltern Mitchell (Kirk Douglas) und Evelyn (Diana Douglas), außerdem Mitchells Bruder Steven (Mark Hammer), der im Altersheim vor sich hin fristet und nicht mehr viel von der Außenwelt mitbekommt. Zum Sabbat-Mahl kommen alle zusammen - und liefern sich ein nettes, kleines Wortduell, sind die Ansichten doch oftmals verschieden. Kurz darauf ändert sich einiges für die Familie. Evelyn verstirbt und Mitchell rückt in Folge dessen wieder etwas näher an Alex heran, allerdings auf etwas störrische Art und Weise. Asher scheint sich zur Abwechslung mal verliebt zu haben. Eli nimmt all seinen Mut zusammen. Rebecca findet in Alex Tasche einen Damenslip. Die innerfamiliäre Harmonie ist gestört, alles scheint schief zu laufen...

Fred Schepisis Film lebt vor allem von pointenreichen Dialogen und davon, dass die Familiengeschichte zu großem Teil von Familie Douglas gespielt wird. Michael Douglas hat sich als Produzent den Wunsch erfüllt, mit seinem Vater Kirk zu drehen, der zu seinen 86 Jahren mehr als steht und Mitchell wunderbar gebrechlich, aber stolz darstellt. Zudem sind Michaels Mutter und sein Sohn (der sehr nach einem Douglas aussieht) mit von der Partie. Dass Rory Culkin klasse spielt, daran hat man sich ja fast schon gewöhnt. Die Story ist für Actionfreunde natürlich nichts, dafür springt sie zwischen spaßigen, merkwürdigen und tragischen Momenten hin und her. Das Altwerden wird nicht gerade schmackhaft gemacht, aber das ist es wohl meist auch nicht.

Wertung: 6 von 10 Punkten

(Tobi)