FAST & FURIOUS 8
Darsteller:  Vin Diesel, Dwayne Johnson, Jason Statham, Charlize Theron, Kurt Russell
Regie:  F. Gary Gray
Dauer:  136 Minuten
FSK:  freigegeben ab 12 Jahren
Website:  www.fastfurious8.de
Facebook:  www.facebook.com/fast.furious.DE
 

Auch die "Fast & Furious"-Reihe geht jetzt schon in die achte Runde, und ein Ende ist noch lange nicht absehbar. Denn selbst der tragische Unfalltod des charismatischen Hauptdarstellers und Eckpfeilers aller vorangegangenen Episoden, Paul Walker, konnte der Serie nicht viel anhaben, und so ist inzwischen auch Teil neun längst in Planung. Mit F. Gary Gray ("Verhandlungssache", "The Italian Job") übernimmt jetzt wieder ein Neuling den Regie-Staffelstab, dessen Biografie ihn aber durchaus als Freund des Action-Genres ausweist.

Und so lässt er dann auch erst gar keine Zweifel aufkommen, wie er das neue Abenteuer anzulegen gedenkt und schickt uns, kompletter Kaltstart sozusagen, mitten hinein ins erste illegale Autorennen. Das verläuft zwar erwartungsgemäß spektakulär, gibt aber mit seiner Sinnfreiheit schon mal einen Vorgeschmack darauf, was einen an haarsträubender Handlung noch erwarten soll. Im Gegensatz zu den ersten Folgen, in denen sich Dominics (Vin Diesel) kleine Welt ja hauptsächlich um das Aufmotzen von Protzkarren drehte, will das neueste Werk jetzt deutlich höher hinaus.

Die durchtriebene Cipher (Charlize Theron) strebt hier nämlich ganz James Bond-like danach, die Weltordnung ein wenig nach ihren Vorstellungen zu modifizieren und sichert sich dafür durch das geeignete Druckmittel Doms Mithilfe. Der soll bei der Beschaffung der Abschusscodes russischer Nuklearwaffen lieber seinen Kopf hinhalten, während sie es vorzieht, aus dem Hintergrund die Fäden zu ziehen. Dass die Gegenseite in Person von Mr. Nobody (Kurt Russell) dann vor allem auf Doms Freundeskreis als Team setzt, birgt Konfliktpotenzial und soll für zusätzliche Brisanz sorgen.

Was in der Zusammenfassung schon recht konstruiert klingt, ist genau genommen sogar ziemlich bescheuert, denn die unausgegorene Handlung dient einzig und allein dazu, fast schon inflationär gebrauchte Actionsequenzen irgendwie hübsch zu verpacken. Dass die eingefleischte Fangemeinde sicherlich keine großen Fragen stellt, kann zur Güte angenommen werden, aber ein Grundmaß an Plausibilität darf dann trotz aller technisch soliden Inszenierung doch eingefordert werden. Bei unfreiwillig komischen, vor Testosteron nur so strotzenden Dialogen gerät die jedoch weitgehend in Vergessenheit, und die üblichen Verdächtigen der namhaften Actiondarstellerriege, allen voran Dwayne Johnson und Jason Statham, tragen mit ihrem maskenhaften Spiel auch nicht gerade dazu bei, ihren Charakteren auch nur in irgendeiner Form Tiefe zu verleihen. So funktioniert der geplante Plot um Verrat und Familie zu keiner Sekunde und lässt einen zumeist stirnrunzelnd zurück. Gott sei Dank versteht Gray sein Action-Handwerk und sorgt so für die eine oder andere nette Überraschung im gewaltigen Getöse, dessen Dröhnen in den Ohren noch längere Zeit nachwirkt.



Wertung: 4 von 10 Punkten

(Mick)