FINAL DESTINATION 3
Darsteller:  Mary Elizabeth Winstead, Ryan Merriman, Kris Lemche
Regie:  James Wong
Dauer:  95 Minuten
Weblink:  www.finaldestination3.de
 

Dass man dem Tod nicht so einfach von der Schippe springen kann, zeigten uns schon die ersten beiden Teile, nun gibt es also "Final Destination 3". Die Handlung ist ähnlich: Ein Unglück mit vielen Toten wird von einer Person voraus gesehen - diese verhindert durch ihre hellseherische Panik, dass alle ursprünglich Beteiligten sterben - der Tod aber holt sich nach und nach dann doch, wen er sich ausgeguckt hatte - vielleicht aber nicht alle. Diesmal geht es um ein Achterbahn-Unglück, das zu Beginn so ausgeschmückt wird, dass einige sicher die Lust auf Kirmestreiben verlieren. Im Film verliert Wendy (Mary Elizabeth Winstead), durch die Vorhersehung des Unglücks zuerst mal die Beherrschung, dann ihren im Gegensatz zu ihr in der Achterbahn verbliebenen Freund, samt einigen Klassenkameraden. Mit ihr sind aber auch einige ausgestiegen: Kevin (Ryan Merriman), der von ihr nicht sonderlich gemochte Freund ihrer ebenfalls verunglückten besten Freundin, der Poser Lewis (Texas Battle), das gruftige Außenseiterpaar Erin (Alexz Johnson) und Ian (Kris Lemche), die dümmlichen Schönchen Ashley (Chelan Simmons) und Ashlyn (Crystal Lowe), der sich völlig überschätzende Möchtegern-Aufreißer Frankie (Sam Easton) und schließlich Wendys kleine Schwester Julie (Amanda Crew) samt Freundin. Ihnen allen ist nun der Tod auf den Fersen, und die von Wendy auf der Kirmes geschossenen Fotos verraten einiges über die Art des Todes, der ihnen bevor steht - man muss sie nur richtig deuten. Dann nämlich kann man den Tod auch verhindern - oder doch nicht?

Der dritte "Final Destination"-Streifen ist leider eine Enttäuschung. Freunde blutiger Todesszenen bekommen zwar einige spektakuläre Hinrichtungen zu sehen, aber die Spannung fehlt irgendwie. Der Beginn ist noch sehr detailverliebt und lässt hoffen, wo man die auf einer Kirmes oftmals verwendeten Symbole des Bösen plötzlich in ganz anderem Licht zu sehen bekommt, alles bedrohlich wirkt. Das Unglück selbst aber ist trotz aller Rasanz einer Achterbahn schon nicht mehr so beeindruckend auf die Leinwand gebracht. Und danach verliert der Film den Reiz seiner Vorgänger, weil er den Tod nicht als langsam heran pirschenden und manchmal auch knapp fehlschlagenden Teufel zeigt, sondern ihn wenig planerisch darstellt - entweder der angedachte Tod gelingt oder nicht. Das ist langweilig. Schade eigentlich, dass das Potenzial der von den ersten beiden Teilen natürlich schwer abgekupferten Handlung überhaupt nicht ausgeschöpft wird. Um längen schlechter und somit wie gesagt enttäuschend, der dritte Teil.

Wertung: 3 von 10 Punkten

(Tobi)