FINDET DORIE
Animation
Regie:  Andrew Stanton, Angus MacLane
Dauer:  97 Minuten
FSK:  freigegeben ohne Altersbeschränkung
Website:  www.findetdorie-film.de
 

"Findet Nemo" war 2003 als fünfter abendfüllender Spielfilm der Animationsstudios Pixar ein riesiger Erfolg - vermutlich auch einer der Hauptgründe, warum Pixar seit 2006 zur Walt Disney Motion Pictures Group gehört. 13 Jahre später kehren die Hauptakteure zurück auf die Leinwand. Nun steht aber nicht mehr der Anemonenfisch Nemo - ja ja, man nennt ihn eher Clownfisch - im Mittelpunkt des Geschehens, sondern die an Gedächtnisschwund leidende, blaue Paletten-Doktorfisch-Dame Dorie. Zu Beginn des Films lernt man etwas über die Kindheit der überaus niedlichen Dorie, bei der die Versuche der Eltern, sie vor Bösem zu bewahren, zum Scheitern verdammt sind - kann sie sich doch nach wenigen Sekunden nicht mehr daran erinnern, was gerade noch passiert ist - und wovor sie gerade noch gewarnt wurde. So schwimmt sie dann halt doch in den Strom der Mantarochen, und der Sog zieht sie weit weg von ihrer Familie.

Einige Zeit später lebt Dorie glücklich und zufrieden mit Nemo und Marlin im Korallenriff, als ihr plötzlich bewusst wird, dass irgendwo da draußen doch ihre Familie sein müsste, und so beginnt sie, diese zu suchen. Irgendwie erinnert sie sich plötzlich an ein "Juwel von Monterey" - was sie zum berühmten Meeresbiologischen Institut von Kalifornien führt. Auf dem Weg zu ihrem Ziel lernt sie einige neue Meeresbewohner kennen. Da wäre vor allem der mürrische Oktopus (beziehungsweise Septopus) Hank, der nur noch sieben Tentakel hat, den Wärtern aber dennoch regelmäßig durchs Netz geht - und Dorie eine große Hilfe wird. Beluga Bailey glaubt, dass sein Echolot kaputt ist, und Walhai Destiny entpuppt sich als extrem kurzsichtig. Zudem befinden sich auch Nemo und Marlin auf der Suche nach Dorie, um sie zu unterstützen...

Regisseur Andrew Stanton ("Findet Nemo", "WALL.E") hat zusammen mit Angus MacLane ("Toy Story of Terror") eine sehr anständige Fortsetzung erschaffen, die wieder gut zu unterhalten weiß. Die ganz große Begeisterung von "Findet Nemo" kommt nicht auf, weil das Ganze eben doch nichts ganz Neues bietet, aber man hat als Zuschauer doch viel zu schmunzeln, lachen ... oder auch schmachten, wenn man in Rückblicken der kleinen Dorie in die großen Augen schaut. Technisch ist das Ganze natürlich Pixar-gerecht hervorragend umgesetzt und bereitet viel Freude. Äußerst nette Unterhaltung für die ganze Familie.



Wertung: 8 von 10 Punkten

(Tobi)