FLIGHTPLAN - OHNE JEDE SPUR
Darsteller:  Jodie Foster, Peter Sarsgaard, Sean Bean
Regie:  Robert Schwentke
Dauer:  98 Minuten
Weblink:  www.flight-plan.de
 

Nach dem tragischen Tod ihres Mannes muss für die Ingenieurin Kyle Pratt (Jodie Foster) ein Tapetenwechsel her, und so macht sie sich samt ihrer völlig verunsicherten Tochter Julia (Marlene Lawston) und dem zur Überführung im Sarg versiegelten Verstorbenen auf den weiten Weg von Berlin nach New York. Das Flugzeug, die größte Passagiermaschine der Welt, kennt Kyle bestens, kommt sie doch aus der Branche und hat sogar an der Entstehung mitgewirkt. Der Jumbo ist so riesig, dass man sich hierin glatt verlaufen könnte - hat aber hierdurch sogar einige unbesetzte Sitzreihen zu bieten. Kyle und Julia legen sich in diese schlafen - doch als Kyle wieder erwacht, ist ihre 6-jährige Tochter weg. Sie durchläuft die zwei Stockwerke, durchsucht den Flieger - keine Spur der Kleinen. Als sie die FlugbegleiterInnen um Hilfe bittet, glaubt man ihr nicht, überhaupt mit Tochter an Bord gegangen zu sein, auch weil selbst ihr Rucksack und ihr Flugticket verschwunden sind. Ein schlechter Scherz? Nein. Kyle bricht in Panik aus und überredet den herbei gerufenen Kapitän Rich (Sean Bean), das gesamte Flugzeug noch einmal gründlich durchsuchen zu lassen. Weiterhin keine Spur. In Kyles Kopf geht es rund - sie glaubt, einen mitreisenden Araber wiederzuerkennen, der sie und Julia einen Tag vorher beobachtet habe, und nur der Sky Marshall Gene Carson (Peter Sarsgaard) kann Kyle in Schach halten. Was ist geschehen? Julia taucht nicht auf der Passagierliste auf - hat Kyle den Verstand verloren?

Der erste Hollywood-Streifen des deutschen Regisseurs Robert Schwentke ("Tattoo", "Eierdiebe") ist ein mitreißender Thriller, von ihm und Produzent Brian Grazer ("A Beautiful Mind", "8 Mile") beeindruckend inszeniert. Die unausweichliche Enge eines Riesen-Jumbos in 10.000 Metern Höhe wirkt erdrückend, die von mitleidig bis fassungslos dreinblickenden Augenpaare der Mitreisenden machen einen selbst im Kino verrückt, und Jodie Foster brilliert in ihrem ersten Film seit drei Jahren, reißt einen mit. Der Film entwickelt sich zu einem tollen Psychothriller, der einen bis zur letzten Sekunde fesselt.

Wertung: 9 von 10 Punkten

(Tobi)