Das Glücksprinzip

D: Kevin Spacey, Helen Hunt, Haley Joel Osment, R: Mimi Leder, 123 Min.

"Wenn einem plötzlich Gutes wiederfährt, dann..." greift man bestimmt nicht wie in der zitierten Werbung zur Flasche, sondern wundert sich erst einmal, warum eigentlich. Als der Journalist Chris Chandler von einem Fremden einen völlig neuen Jaguar geschenkt bekommt, verfolgt er eine Aneinanderreihung guter Taten bis nach Las Vegas. Hier sollen sich (vier Monate zuvor, natürlich wird zurück geblickt) Schüler Gedanken machen, wie die Welt zu verbessern wäre, und der 12-jährige Trevor (Haley Joel Osment) hat die Idee, dass jeder Mensch drei anderen, die in Not sind, helfen sollte, um diese ebenfalls zu drei Wohltaten zu bewegen. Sein Sozialkundelehrer Eugene Simonet (Kevin Spacey) ist begeistert von der Idee, und so macht sich Trevor ans Werk. Zuerst quartiert er einen obachlosen Junkie in die Garage ein, dann nimmt er sich seine leicht verärgerte Mutter Arlene (Helen Hunt) vor. Um die ihn allein erziehende und generell frustrierte Frau wieder glücklich zu machen, will er sie mit seinem liebsten Lehrer Eugene verkuppeln. Der Plan scheint zu scheitern, als sein Vater Ricky (Jon Bon Jovi) überraschend auftaucht und mit Arlene einen Neuanfang starten will. Als dann auch noch die dritte gute Tat, einen Mitschüler vor den Schikanen der anderen zu bewahren, misslingt, erklärt Trevor seine Idee für nicht umsetzbar. Inzwischen ist Journalist Chandler in Las Vegas angekommen und will das Glücksprinzip publik machen.

Was zusammengefasst auch einer Komödie guten Stoff geliefert hätte, wurde als Drama voller Schicksalsschläge inszeniert, jeder hat hier sein Problemchen oder eine schwarze Vergangenheit. Haley Joel Osment überzeugt wie schon in "Sixth Sense" mit tollem Schauspiel, bei Spacey und Hunt ist man dies gewohnt. Gute Story, kurzweilig umgesetzt.

Wertung: 7 von 10 Punkten

(Tobi)