Ein göttlicher Job

D: Oliver Korittke, heike Makatsch, Andrea Sawatzki, R: Thorsten Wettcke

Komödien über Gott, Jesus oder die Bibel an sich waren von schon immer ein heikles Thema, und auch "Ein göttlicher Job" ist kein Film für gläubige Christen. In Monty Pythons "Das Leben des Brian" wurde einst die Geschichte von Jesus durch den Kakao gezogen, und Adriano Celentano trat in "Asso" zum himmlischen Pokerspiel an - Filme, die zu Kultkomödien wurden und nur bei einigen Gläubigen auf Protest stießen. Anders erging es Madonna, die in ihrem Video zu "Like A Prayer" Jesus als erotischen Schwarzen zeigte und Kreuze brennen ließ, oder dem Streifen "Die letzte Versuchung Christi", der als Romanverfilmung von Kazantzakis entgegen biblischem Stoff einen Jesus präsentierte, der sich in einer Traumsequenz der göttlichen Bestimmung entziehen will. Energische Proteste, wie in diesen Fällen, können also durchaus ausgelöst werden, wenn der Ansatz nicht jedem klar wird.

"Ein göttlicher Job" dürfte keine Probleme dieser Art mit sich bringen, wird doch sofort klar, dass rein humoristisch auf die Götterwelt geblickt wird. Götter? Ja. Oberhaupt Yolanda (Andrea Sawatzki), Göttin des Universums, hat zur besseren Organisation Götter für die einzelnen Planeten berufen. Erdengott Jonathan (Thierry van Werveke) hat nach 1000 Jahren Dienst keine Lust mehr und sucht einen geeigneten Nachfolger. Niklas (Oliver Korittke), ein Comiczeichner, scheint ihm geeignet, leider aber arbeitet dessen Schutzengel Katinka (Heike Makatsch) gerade daran, ihn mit Tess (Tamara Simunovic), der Frau vom Pizza-Service, zu verkuppeln. Jonathan muss es schaffen, dass Niklas ihn als Erdengott ansieht, auch wenn er kaum so aussieht.

Regieneuling Thorsten Wettcke gelingt es nur bedingt, Lacher zu erzeugen. Die Story ist dürftig, und Slapstick gepaart mit gewollt hippen Sprüchen findet selbst die als Zielpublikum angedachte Jugend wohl eher uncool. Keinesfalls göttlich.

Wertung: 4 von 10 Punkten

(Tobi)