Das Geheimnis von Green Lake



D: Shia LeBeouf, Khleo Thomas, Sigourney Weaver, R: Andrew Davis, 118 Min.

Nachdem er zu Unrecht verurteilt wird, ein paar Turnschuhe geklaut zu haben, wird der Junge Stanley Yelnats (Shia LeBeouf) vom Gericht in ein Jugendcamp gesteckt. Überraschend kommt das Unglück nicht, ist doch immer wieder die Rede von einem alten Familienfluch - über diesen wird man in Rückblicken aufgeklärt, wobei die Revolverheldin Kissing Kate Barlow (Patricia Arquette) und die alte Wahrsagerin Madame Zeroni (Eartha Kitt) wichtige Figuren sind. Im Camp Green Lake angekommen hat es Stanley zuerst etwas schwer, von den anderen jugendlichen Straftätern angenommen zu werden. Torpedo, Deo, ZigZag, Magnet und Durchblick lassen ihn zuerst etwas auflaufen, während der zurückhaltende, kleine Zero (Khleo Thomas), der nur in seiner Gegenwart überhaupt redet, ein Freund wird. Angeleitet werden die Jungs vom rotzig harten Mr. Sir (Jon Voight) und Dr. Pendanski (Tim Blake Nelson). Die Aufgabe: Löcher graben - eine Spatenlänge tief und breit. Das ganze Gelände ist schon von solchen Löchern geprägt, und nicht nur deshalb zweifeln die Jungs daran, ob die Graberei wirklich nur eine Charakter bildende Maßnahme sein soll unter heißer Sonne. Wird etwas beim Graben gefunden, so kommt der "Boss" (Sigourney Weaver), die Camp-Leiterin, sofort herbei gebraust - also muss es doch ein Geheimnis geben, nach dem gesucht wird...

Nach dem preisgekrönten Buch von Louis Sachar ist ein guter Film entstanden, der zwar etwas lang geraten ist, ansonsten aber zu gefallen weiß. Die Geschichte des Yelnats-Familienfluchs wird wunderbar dargestellt und macht im Endeffekt deutlich, warum Stanley die Turnshuhe auf den Kopf fliegen mussten zu Beginn - kein Pech, sondern Schicksal. Die Kinder spielen gut, und auch die erwachsenen Charaktere sind prima besetzt.

Wertung: 7 von 10 Punkten

(Tobi)