Hals über Kopf

D: Freddie Prince Jr., Monica Potter

In Hitchcocks Klassiker "Das Fenster zum Hof" beobachtet der mit einem gebrochenem Bein zuhause im Rollstuhl sitzende James Stewart durchs Fenster voyeuresk seine Nachbarn und ist sich sicher, ein Verbrechen beobachtet zu haben. In "Hals über Kopf" wird dieses Motiv aufgegriffen. Amanda (Monica Potter) ist erfolgreiche Kunstrestauratorin in New York, gerät aber immer an die falschen Männer und ist daher gefrustet. Auf der Suche nach einer neuen Wohnung wird sie in Manhattan fündig, wo sie in einem Luxusappartement von vier Models als fünfte Bewohnerin aufgenommen wird. Auch wenn die vier Grazien sich rund um die Uhr nur um ihr Aussehen kümmern und geistig eher limitiert sind (vor allem mal wieder die Blondine), Amanda fühlt sich wohl. Bald schon verguckt sie sich in den gegenüber wohnenden Schönling Dennis (Freddie Prince, Jr.), den sie durchs Fenster beim Heim-Fitness beobachten kann, und alles scheint aussichtsreich, bis sie sieht, wie Dennis in seiner Wohnung eine Frau umbringt. Zusammen mit ihren Models macht sich das Normalchen daran, Dennis zu überführen. "Hals über Kopf" ist ein lockerer, witziger Film, dessen Gags nur selten im Slapstick angesiedelt sind, gerade über die Models kann man schon gut lachen. Lange im Gedächtnis bleibt der Streifen aber sicher nicht. Belanglos, aber witzig.

Wertung: 6 von 10 Punkten

(Tobi)