HANNI & NANNI - MEHR ALS BESTE FREUNDE
Darsteller:  Laila Meinecke, Rosa Meinecke, Julia Koschitz, Henry Hübchen
Regie:  Isabell Suba
Dauer:  97 Minuten
FSK:  freigegeben ohne Altersbeschränkung
Website:  www.hanniundnanni-film.de
Facebook:  facebook.com/hanni.nanni.film
 

Zeit haben sie sich ja dieses Mal gelassen, die Leute von UFA-Fiction, bis sie jetzt den vierten Teil der "Hanni & Nanni"-Reihe an den Start bringen. Ganze vier Jahre sind seit dem Start der letzten Verfilmung vergangen, nachdem die ersten drei Episoden noch im regelmäßigen Jahresrhythmus erschienen waren. Und das, wo man doch das Eisen schmieden sollte, so lange es heiß ist. An der Entwicklung eines über die Maßen innovativen Drehbuchs kann es diesmal nicht gelegen haben, soviel steht fest.

Nachdem die beiden aufgeweckten Zwillinge schon aufgrund einer Straftat ins Internat abgeschoben wurden, dort leibhaftige Prinzessinnen kennenlernen und schließlich auch erste Liebeserfahrungen sammeln durften, wissen sich jetzt ihre zeitlich komplett überforderten Eltern (Jessica Schwarz und Sascha Vollmer) keinen anderen Rat mehr, als das Internat auf Schloss Lindenhof mit der weiteren Erziehung ihrer Sprösslinge zu betrauen. Das schmeckt denen natürlich erstmal gar nicht, aber während sich Nanni (Rosa Meinecke) sehr schnell an die neuen Umstände gewöhnt, fährt Hanni (Laila Meinecke) eher harten Konfrontationskurs um, wie eigentlich mit ihrer Schwester vereinbart, so schnell wie möglich wieder der Schule verwiesen zu werden.

Dieses Ausgangssetting kommt dem aus Teil eins doch bedenklich nahe, ja selbst die weitere Entwicklung, sei es nun die Emanzipation der vorher unzertrennlichen Schwestern voneinander oder der drohende Verkauf des Anwesens kommen einem irgendwie bekannt vor. Aber muss denn unbedingt immer Neues her, wenn sich auf Bewährtes zurückgreifen lässt, und man sich ja auch sonst vor Remakes kaum retten kann? An Charme jedenfalls fehlt es auch der neuen Inszenierung von Isabell Suba nicht, hat man sich erstmal an die Neubesetzung der Hauptrollen - die Münster-Schwestern sind dem Schülerinnenalter inzwischen wirklich entwachsen - gewöhnt. Die Meinecke-Zwillinge machen ihre Sache aber wirklich gut, bedenkt man die Größe der Fußstapfen, die ihre Vorgängerinnen hinterlassen haben.

So werden auch diesmal die kleinen Sorgen und Nöte der Schülerinnen nachvollziehbar transportiert und lassen trotz mancher allzu konstruiert wirkenden Szene ein Einlassen auf die Geschichte zu. Das liegt nicht zuletzt an der dann doch für Abwechselung sorgenden Rahmenhandlung, in der Henry Hübchen als grantelnder Eigenbrötler brillieren kann. Dazu macht Katharina Thalbach als schrullige Französischlehrerin Madame Bertoux wieder mächtig Spaß und ist allein selbst für Erwachsene schon einen Besuch im Kino wert.



Wertung: 6 von 10 Punkten



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(Mick)